In Flumenthal hat der negative Entscheid der Gemeindeversammlung zu den vorgeschlagenen Strassen- und Verkehrsmassnahmen zu langen Gesichtern geführt. Angesichts aber des Druckes, die Baselstrasse sanieren zu müssen, ist der Bevölkerung rasch ein neuer Fahrplan mitgeteilt worden. «Die Sanierung der Baselstrasse hat in unserem Mehrjahresprogramm erste Priorität», erklärt Felix Steiner, Präsident der Bau- und Werkkommission. Es mache nach wie vor Sinn, die Sanierungsarbeiten zusammen mit der Aare Seeland mobil auszuführen. Diese habe mit ihren Sanierungsarbeiten an den Bahnübergängen die Baselstrasse südseitig beschädigt. «Wenn wir die längst nötige Sanierung der Baselstrasse gemeinsam anpacken, sparen wir bis zu 30 Prozent der Kosten ein», ist Steiner überzeugt.

Kredit einholen

Mit dem Nein der Gemeindeversammlung im letzten Dezember fehlt ein entsprechender Kredit. In Gesprächen mit der Aare Seeland mobil konnte ein Aufschub für deren Arbeiten erwirkt werden. Zuerst soll das Geschäft nochmals in die Gemeindeversammlung kommen, damit ein Kredit für die Sanierung abgeholt werden kann. In der Zwischenzeit hat man Massnahmen ergriffen, um den Verkehr auf der Baselstrasse zu beruhigen und den Fussgängern die Querung zu erleichtern.

«Wir lassen diese Sache ruhen»

Bei den gleichzeitig vorgeschlagenen Verkehrsmassnahmen will man zuwarten. Erinnert sei an die Absicht der Gemeindebehörden, im ganzen Dorf ein Fahrverbot mit «Zubringer gestattet» einzurichten. Es bestehe kein Zeitdruck, diese Verkehrsmassnahmen zu realisieren. «Dass die Diskussion mit dem Nichteintretensentscheid an der Gemeindeversammlung unterblieb, bedauern wir», erklärt Felix Steiner. Mit einer Diskussion hätten sie erfahren, welche Verkehrsmassnahmen weshalb umstritten seien. Man setze weiterhin auf Dialog. Der ist aber einseitig. Dem Aufruf vor einem Monat, Fragen, Anregungen oder Einwände mitzuteilen, leistete niemand Folge. «Deshalb lassen wir diese Sache ruhen.» Spätestens mit der Ortsplanungsrevision werde das Thema aber wieder aktuell werden, ist Steiner sich sicher. Zudem gebe es nach wie vor viele Einwohner, die Anpassungen wollten. «Aber es ist bei diesem Thema schwierig, Mehrheiten zu finden.»