Baugesuch

Überbauung im Dorfzentrum: Widerstand auch zur zweiten Auflage «Alpenblick»

Auf der Dorfmatte in Aeschi soll eine Überbauung entstehen.

Auf der Dorfmatte in Aeschi soll eine Überbauung entstehen.

Geplante Überbauung im Dorfzentrum von Aeschi führt erneut zu Kritik an Bauvorhaben und Gemeinderat.

Zur geplanten Überbauung Alpenblick im Dorfzentrum von Aeschi ist bereits ein zweites Baugesuch aufgelegt worden. Zur ersten Auflage gab es etliche Einsprachen, die von den Behörden teilweise gutgeheissen wurden, weshalb die Baukommission Aeschi entschied, dass die Pläne zurück an die Absender zur Überarbeitung gehen.

Zur erneuten Auflage der Überbauung Alpenblick an der Zentrumsstrasse hat sich in der Anwohnerschaft erneut Widerstand formiert. In einem Brief gelangt man an den Gemeinderat und fordert ein Eingreifen. Die 20 Unterzeichner schreiben, dass das neue Projekt sich nur minim vom bisherigen unterscheide. Etwas korrigiert worden seien die Grenzabstände und die Gebäudehöhen. «Im Grunde ist es aber dasselbe Projekt wie 2019.»

Ein Baukörper weniger sei eine Finte

Sie stellen auch fest, dass ein Baukörper weniger erstellt werden soll, aber sind überzeugt, dass dies eine Finte sei. «Die Freifläche zwischen dem alten Postgebäude und dem Haus B (Gebiet des bestehenden Speichers) ist so gross, dass da mit einem Folgeprojekt jederzeit ein Bau eingeschoben werden kann.» Es sei offensichtlich, dass die Investoren versuchen würden, den Übergang von der bestehenden zur neuen Ortsplanung auszunützen. «Mit der Anwendung von bestehenden Vorschriften und später von neuen, veränderten, ist eine Überbauung vorgesehen, welche das, durch die hängige Ortsplanrevision entstandene Vakuum bewusst ausnützt», vermuten die Unterzeichnenden. Die Gemeindebehörden hätten es verpasst, über die Parzelle eine Planungszone zu legen, bis die Ortsplanungsrevision abgeschlossen ist.

Im Brief wird beantragt, dass die Zentrumsüberbauung zurückgestellt wird, bis die Planungsrevision erledigt ist und man konkret weiss, wie im Zentrum gebaut werden kann. Und sie fordern die Ausarbeitung eines neuen Gestaltungsplans für das betroffene Gebiet inklusive der übrigen Parzellen im Zentrum, «damit die Überbauung und Erschliessung des Gebietes für Motorfahrzeuge, Parkplätze, Fusswege und Veloverbindungen ganzheitlich angegangen werden kann».

Brief wird im Gemeinderat ein Thema sein

Laut Gemeindepräsident Stefan Berger soll der Brief im Gemeinderat thematisiert werden.

Die ursprünglich geplante Überbauung bestand aus drei Mehrfamilienhäusern mit Satteldach auf dem leicht abfallenden Gelände der Dorfmatte mitten in Aeschi. Zum Projekt gab es rasch öffentliche Kritik von den Anwohnern. Unter dem Titel «Bauen braucht Visionen» kritisierten sie sowie weitere Unterstützer im «Azeiger» das Bauvorhaben. Wichtige Kritikpunkte wurden von den Behörden geteilt. So erscheine die Überbauung unter dem Aspekt Ortsbildschutz zu wuchtig. Die Stellung der Bauten soll auf das Ortsbild abgestimmt werden, und die Dachneigung mit 45 Grad sei zu steil.

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