«Wir begrüssten in den drei Tagen über 180 Besucher, die sich über weiterentwickelte Präzisionsmaschinen und mittels Referaten informierten», berichtete Geschäftsführer Jörg Zubler.

Im Ausstellungsraum vertreten waren Fachleute der Herstellerfirmen aus aller Welt, die Neuerungen ihrer Angebote erläuterten. Zum Kundenstamm zählen beispielsweise Firmen der Medizinaltechnik, aus Werkzeug-und Formenbau und natürlich aus der Maschinenindustrie.

Mit den grössten, bis zu 30 m langen Anlagen werden Eisenbahn-Drehgestelle, Schiffsturbolader und Laser-Komponenten gefertigt. Der Jahresumsatz der Etziker Firma bewegt sich zwischen 4 und 5,5 Mio. Franken. Um das kaufmännische Verfahren zu vereinfachen, lässt hpMüller die sehr teuren Anlagen direkt von den Herstellerfirmen verrechnen. Vor 13 Jahren übernahm Jörg Zubler durch ein Management-by-out von Gründer Hans-Peter Müller (Etziken) die Leitung des international tätigen Handelshauses.

Die Belegschaft umfasst gegenwärtig 10 Personen und 4 Spezialisten auf Mandatsbasis. Denn die in Etziken gekauften Werkzeugmaschinen werden beim Kunden vor Ort montiert, was auch Einführung und Schulung umfasst. Vertrauenssache, so Zubler, sei der Servicebereich, der eine immer grössere Rolle spiele. Denn alle Maschinen sind CNC -also durch Computer- gesteuert. «Das bedeutet, dass sich unsere Mitarbeitenden selbst laufend weiterbilden, um stets auf dem neusten technischen Stand zu sein.»

Produktionsstandort Schweiz

Auch wenn hpMüller unter dem hoch bewerteten Schweizerfranken wie viele hiesige Unternehmen «ächzt» und auf eine günstige Stellung gegenüber dem Euro hofft, so ist die Firma vom Produktionsstandort Schweiz weiterhin überzeugt. «Denn hier haben wir für unsere Spitzentechnologie gut ausgebildete Fachkräfte», ist sich Zubler vom dualen Ausbildungssystem sicher.

Er unterstreicht: «Mit Mitarbeitenden, die zuvor eine Lehre absolviert haben, machen wir die besten Erfahrungen.» Im Ausland, insbesondere in den High-Tech-Nationen Japan und Deutschland, begegne man Anregungen und Wünschen von hpMüller «immer mit viel Respekt», betont der Geschäftsführer nicht ohne Stolz.

Während an den beiden Vortagen neben der Hausmesse auch Unterhaltung und Gastronomie zum Zuge kamen, verlief der gestrige Tag auch interessant für Familienangehörige der Mitarbeitenden und pensionierte Werksangehörige, die sich gerne ein Bild von der Weiterentwicklung «ihres KMU» machten. Zwischen Besuchern und ausgestellten Maschinen kurvte munter ein «smart-Roboter» als Demonstration eines automatisch fahrenden Materialwagens.