Obschon zahlreiche Meldungen bei der Polizei über verdächtige Beobachtungen eingingen, erhärteten sich davon die wenigsten. «Meistens handelt es sich um eine Fehlinterpretation, aber dennoch sollte man lieber anrufen, als es zu unterlassen», erklärte Verkehrsinstruktor Roger Bader an einem Anlass in Bellach. Für ihn ist ausschlaggebend, dass sich Kinder sozial verhalten aber auch «nein» sagen können müssen.

Unter keinen Umständen ins Auto steigen

«Man muss die Kinder immer wieder darauf aufmerksam machen, dass sie unter keinen Umständen in ein fremdes Auto steigen dürfen.» Wenn man ein Kleidungsstück mit dem Namen des Kindes beschrifte, sollte man dies auf der Innenseite tun, damit der Fremde den Namen nicht lesen und benutzen kann, um das Vertrauen des Kindes zu erwecken.

Jungen und Mädchen sollen immer Abstand zu einem anhaltenden Auto haben. Spreche ein Fremder das Kind an, sollte es weglaufen und gegebenenfalls um Hilfe rufen. Man könne mit dem Kind eine Rettungsinsel vereinbaren, so beispielsweise ein Geschäft, wo es in gefährlicher Situation Schutz suchen könne.

„Gruppen sind stark“

Das Gespräch mit dem Inhaber sei wichtig, damit dieser Bescheid wisse. Zudem sei es wichtig, dem Kind zu erklären, weshalb es nach der Schule gleich nach Hause kommen – und immer den gleichen Weg nehmen soll. Sollte aber etwas passieren, ist dem Kind glauben zu schenken. «Man sollte es loben, dass es sich anvertraut, aber es auf keine Fälle drängen», erklärt Bader. Für den Schulweg empfiehlt er zudem, dass Kinder mit Klassenkameraden unterwegs sind. «Gruppen sind stark.“