Kurz bevor der Startschuss fällt, rennen ein paar Männer auf dem Spielfeld umher. «Wer sich fragt, weshalb sich die Senioren schon so früh einspielen – alte Muskeln brauchen länger, um warm zu werden», witzelt Roger Eichenberger am Speakerpult.

Der Präsident von Unihockey Lohn gibt seinen Plauschturnierposten als OK-Vorsitzender heuer nach elf Jahren an Fabian Breu ab. «Es fällt mir nicht schwer loszulassen. Mein Amt kommt in gute Hände», sagt Eichenberger und Breu fügt hinzu: «Die grösste Herausforderung der Einarbeitungsphase war, bei der umfangreichen Organisation nichts Wichtiges zu vergessen.»

Es stehen erst zehn Zuschauer auf der Tribüne als sich «Puuh, ihr reichelt – Was für Karts!» den Senioren von Unihockey Lohn gegenüber stellen, doch diesen steht eine lustige Partie bevor. Tobias Luterbachers Team kommt im Spiel immer wieder die Kostümierung in den Weg.

In bunter Formation düsen die Jungs, denen selbst gebastelte Autos um die Hüften hängen, als Videospielfiguren der «Super Mario»-Reihe herum. «Die Kostümidee entstand an der Fasnacht», sagt der Captain. Als die Senioren die Partie mit 4:1 für sich entscheiden, kann sich der Speaker den Spruch nicht verkneifen, die «Marios» hätten wohl schon jetzt platte Reifen.

Dann treten «Nicht ganz dicht» gegen «Die ewige Zwöite» an. Auf Pascal Müllers Team scheint ein Fluch zu liegen, da es den ersten Platz bei der Kostümprämierung schon mehrmals um Haaresbreite verpasste – deshalb der originelle Name.

Dieses Jahr tritt es als schwarz gekleidete Blinde auf. «Die Kostümierung hat sich in einem komplizierten Verfahren herauskristallisiert», sagt Müller und zeigt damit, dass am Plauschturnier nicht alles todernst genommen werden sollte. Denn auch Schiedsrichter Daniel Dicsö nimmt es mit den Spielregeln nicht so genau: «Ich pfeiffe nur bei groben Fouls ab.»

«Manta Manta» kommen als Comic-Superhelden daher, die «P-Brothers» sind als Matrosen in Blau-Weiss auf Torjagd und Stephanie Pillers «Hüenerhufechlöpfstäckejätter» tragen traditionelle Schweizer Edelweiss-Hemden. «Wir wollen einfach bäuerlich aussehen. Eine politische Botschaft steckt nicht dahinter», betont sie.

Gisela Kopp, Mutter einer Turnierteilnehmerin, ist vom Anlass begeistert: «Es ist schön zu sehen, wie viel Freude der Sport den Jungen bereitet.» Dem schliesst sich Christa Müller an: «Mein Junior und mein Patenkind spielen mit. Ich komme gerne ans Plauschturnier. Hier treffe ich immer wieder Leute, die ich lange nicht mehr gesehen habe.»

Um 22 Uhr stehen die Sieger fest. In der Kategorie «Herren» gewinnen die «P-Brothers», bei den Mixed-Teams siegt «Feuerwehr Lohn-Ammannsegg». Beim letzten Programmpunkt, der Afterparty, wird bis in die frühen Morgenstunden getanzt.