Luterbach
Weniger Dividende und keine Solothurner Torte: Schaffner AG hat ein schwieriges Geschäftsjahr

Corona setzt auch dem Elektro-Komponentenhersteller Schaffner zu. Mit Konsequenzen für die Aktionäre.

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Die Schaffner AG ist in Luterbach zu Hause. (Archivbild)

Die Schaffner AG ist in Luterbach zu Hause. (Archivbild)

Keystone

Corona hat der Schaffner AG mit Sitz in Luterbach ein schwieriges Geschäftsjahr 19/20 (per 30. September) beschert. Der Umsatz sank von 197,4 auf 171,7 Millionen Franken (-13 Prozent). Und das operative Ergebnis fiel von 9,8 auf 4,7 Millionen Franken, während der Reingewinn noch mehr zurückging (60 Prozent) und nur noch 2,7 Millionen Franken betrug.

Es hätte für Schaffner gar einen Verlust abgesetzt, wenn die Gruppe nicht gespart hätte. Der weltweite Personalbestand reduzierte sich von 2420 auf 2180 Personen. Die Personalkosten sanken wegen dieser und weiterer Massnahmen um 5,8 Millionen Franken (von 66,2 auf 59,4). Das ging vor allem dank Kurzarbeit, Reduktion der Temporärmitarbeitenden sowie Nichtersetzen von natürlich Abgängen oder Frühpensionierungen.

Hinzu kam zudem ein Lohnverzicht des Managements und des Verwaltungsrates von rund 10 Prozent während des zweiten Halbjahres. «Wir haben das aus Solidarität gegenüber den Mitarbeitenden gemacht», sagt CEO Marc Aeschlimann. Wie hoch der so eingesparte Betrag war, konnte oder wollte er nicht beziffern.

Trotzdem kriegen auch die Aktionäre die Krise zu spüren. Zum einen wird die Dividende von 5 Franken im Vorjahr auf 2 Franken gesenkt. Zudem wird es im Januar keine physische Generalversammlung geben. Auf die beliebte Solothurner Torte müssen die Aktionäre folglich verzichten. Zu gross der Aufwand, allen Aktionären eine Torte zu schicken. Schaffner-Geschäftsführer Aeschlimann sagt: «Wir hoffen sehr, dass wir 2022 die Generalversammlung wieder so durchführen können, wir uns das gewohnt sind, also mit Publikum und mit Torte.» (sel)