Lüsslingen-Nennigkofen 

Weniger Ausgaben, aber auch weniger Steuereinnahmen

Die Rechnung 2019 sieht nun einen Ertragsüberschuss von 78'516 Franken vor.

Die Rechnung 2019 sieht nun einen Ertragsüberschuss von 78'516 Franken vor.

Der Gemeinderat von Lüsslingen-Nennigkofen freut sich in der 2. Lesung der Rechnung 2019 über das positive Resultat.

Nach der Überprüfung der Rechnung 2019 durch die Rechnungsprüfungskommission (RPK) haben sich erfreuliche Veränderungen ergeben. Der Gemeinderat konnte in seiner letzten Sitzung zur Kenntnis nehmen, dass die Rechnung nun doch mit einem Ertragsüberschuss von 78'516 Franken abschliesst. Dieser Betrag wird dem Eigenkapital zugeschrieben. Budgetiert war ursprünglich ein Plus von 158'585 Franken. Nach der ersten Lesung war es noch ein Aufwandüberschuss.

Laut Gemeindepräsidentin Susanne Rufer gab es diverse Abweichungen zum Budget. Die Anpassung der Pensen der Lehrerschaft an die aktuellen Schülerzahlen und die tiefere Schülerzahl in der Sekundarstufe führten unter anderem zu Minderausgaben im Bereich Bildung von 53'000 Franken. Rund 70'000 Franken wurden im Bereich Verkehr eingespart. Geplante Belagssanierungen von Gemeindestrassen wurden noch nicht ausgeführt und wegen des milden Winters mussten die Strassen kaum vom Schnee geräumt werden.

Zahl der Einwohner ist angewachsen

Mehrausgaben mussten im Bereich Soziale Sicherheit zur Kenntnis genommen werden. Einerseits weil die Pro-Kopf-Ausgaben vonseiten des Kantons zu tief angesetzt wurden, dann aber auch, weil in Lüsslingen-Nennigkofen mehr Einwohner leben. Als Letztes hat man 265'000 Franken weniger Steuern eingenommen, als erwartet. Das liegt laut Rufer auch daran, dass in den letzten Jahren rege gebaut und saniert wurde. Bei den Investitionen wurde deutlich weniger ausgegeben. Budgetiert waren 3,288 Mio., die Rechnung zeigt nun 2,768 Mio. Franken.

Erklärt wird dies unter anderem damit, dass sich im Strassenbereich und bei den drei Spezialfinanzierungen Wasser, Abwasser und Elektrizität etliche Bauvorhaben in das Rechnungsjahr 2020 verschieben. Der Anschluss an den Zase konnte zudem noch nicht definitiv fertiggestellt werden. Die Rückbaukosten werden erst im 2020 anfallen. Dafür gab es Mehrausgaben bei der Sanierung der Mehrzweckhalle, unter anderem weil zusätzliche Auflagen der Solothurnischen Gebäudeversicherung umgesetzt werden mussten und sich dadurch die Sanierungsmassnahmen zeitlich verzögerten. (rm)

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