Repla Espace Solothurn

Welche Sportanlagen fehlen in der Region? Bedarfsanalyse soll Klarheit schaffen

Immer wieder haben Sportverbände und die Politik darauf hingewiesen: In der Region Solothurn-Grenchen besteht ein Mangel an Sportinfrastruktur. (Symbolbild)

Immer wieder haben Sportverbände und die Politik darauf hingewiesen: In der Region Solothurn-Grenchen besteht ein Mangel an Sportinfrastruktur. (Symbolbild)

Bis kommenden Herbst will die Repla Espace Solothurn das Inventar der regionalen Sportstätten zusammentragen.

Welche regionalen Sportanlagen fehlen in der Region zwischen Flumenthal und Grenchen, Aeschi und Schnottwil? Braucht es eine 400-Meter-Laufbahn, Kunstrasen für die Fussballer, einen weiteren Zehnmeter-Sprungturm für Turmspringer oder eine Mountainbikestrecke, die zu echtem Nervenkitzel verhilft? Eine Bedarfsanalyse, die durch die Repla Espace Solothurn zusammengetragen wird, soll Klarheit schaffen.

Immer wieder haben Sportverbände und die Politik darauf hingewiesen: In der Region Solothurn-Grenchen, in der immerhin rund 122'000 Menschen leben, besteht ein Mangel an Sportinfrastruktur, insbesondere sind kaum Anlagen von regionaler Bedeutung vorhanden. Da der Regierungsrat vor ein paar Jahren die Ausarbeitung eines Sportgesetzes abgelehnt hat, gibt es auch kein kantonales Sportanlagenkonzept.

«Es fehlt sowohl ein Inventar über die vorhandenen Sportanlagen, als auch eine Bedarfsplanung über eine grössere Region», konstatiert Mathias Reitze (Co-Geschäftsführer Repla Espace Solothurn). Aus diesem Grund wurde an der letzten Delegiertenversammlung ein Betrag von 25'000 Franken gesprochen, um Grundlagen zu erarbeiten.

Inventar erstellen

«Selbstverständlich wissen wir in etwa, welche Anlagen in der Region vorhanden sind», so Reitze. Was fehlt, ist das Wissen, welche Projekte allenfalls in Planung sind und vor allem: Welche Wünsche die kantonalen und regionalen Sportverbände haben. Allenfalls gibt es auch Privatleute oder private Institutionen, die Projekte in petto haben oder Ideen liefern können.

«Uns interessieren nicht die Turnhallen in den Gemeinden, die durch die Schule und die Dorfvereine genützt werden», macht Reitze klar. Für das Inventar seien die Hallen und Anlagen wichtig, die die nötige Infrastruktur haben und über die entsprechenden Metermasse verfügen, um grössere Turniere oder publikumsintensive Wettkämpfe durchzuführen. Anfangs Juni sollen deshalb alle Sportverbände und alle Gemeinden angeschrieben werden. «Dabei werden auch Bettlach und Grenchen einbezogen», ergänzt Roger Siegenthaler (Präsident Repla). Die beiden Gemeinden gehören nicht zur Repla Espace Solothurn. «Aber die Kantonsgrenzen enden trotzdem nicht in Selzach.» Auch bei den Sportverbänden wird der Fächer weit aufgetan. Die Modellflieger werden ebenso befragt, wie die Kunstturner, die Handballer, die Tischtennisspieler oder die Sportschützen.

Die Informationen, die so zusammenkommen, werden von Matthias Reitze gesichtet und zusammengetragen. «Wir sind uns bewusst, dass wir damit zu einem riesengrossen Wunschkonzert aufrufen», meint er. Das Ergebnis der Umfrage wird durch eine breit abgestützte Arbeitsgruppe diskutiert, die dann auch das weitere Vorgehen definiert. In der Arbeitsgruppe sind Roger Siegenthaler, Hans Ruedi Ingold (Gemeindepräsident Subingen), Peter Baumann (Leiter Abteilung Bau und Planung, Zuchwil), Philipp Heri (Gemeindepräsident Gerlafingen), Bruno Meyer (Gemeindepräsident Etziken), Lukas Reichmuth (Leiter Hochbau Stadt Solothurn), Mike Brotschi (Verantwortlicher Sport und Jugend, Grenchen), Reto Schläppi (Präsident kantonale Sportkommission) und Jürg Schibler (kantonales Amt für Kultur und Sport) vertreten. Reitze hofft, dass auch ein Fachexperte des Baspo (Bundesamt für Sport) mitmachen wird.

Übergabe an Trägerschaft

Sind alle Ideen und Wünsche gesichtet, geht es darum eines oder mehrere konkrete Projekte zu entwickeln. Damit würde Projektphase 2 eingeläutet, die an der Delegiertenversammlung im nächsten März wiederum genehmigt und finanziert werden müsste. Die Repla möchte die Projektidee so weit vorantreiben, bis sie von einer Trägerschaft übernommen werden könnte. «Unsere Arbeit endet dort, wo die Projektidee verwirklicht werden kann», so Siegenthaler klar. Es sei nicht Aufgabe der Repla, eine solche Anlage zu bauen oder zu betreiben.

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