Wasseramt/Bucheggberg

Welche Badi hat wie abgeschnitten?

Ausserhalb des Schwimmbereichs im Strandbad Burgäschisee dürften nur Schwimmer sein.

Viele Sonnentage, getrübt von einigen eher unangenehm kühlen Tagen in den Schulferien, prägten die Badesaison. Wie hat sich das auf die Bilanz der Schwimmbäder in den Bezirken Wasseramt und Bucheggberg ausgewirkt?

Von einem durchschnittlichen Jahr spricht Pascal Stampfli, Betriebsleiter im Schwimmbad Messen. Im Mai lief nichts, dafür im Juni umso mehr, als über 7000 Eintritte gezählt wurden. Es hätten 3000 mehr sein können, denn so viele Leute besuchten die Jubiläumsfeier am letzten Wochenende im Juni. Aber zum 50. Geburtstag genossen die Gäste Gratiseintritt. Eine Gesamtzahl kennt Stampfli noch nicht. Die Saison dauert in Messen bis 15. September.

Die Infrastruktur muss für die nächste Saison nicht angepasst werden. Die Sanierung des Bassins soll erst in drei Jahren erfolgen. Das Wichtigste sei aber gewesen, so Stampfli, dass es in dieser Saison keine Unfälle gab.

Kurzsaison in Zuchwil hinterlässt Spuren

Gerlafingen hat seine Tore bereits geschlossen. Chefbademeister Roland Wälchli zählte beinahe 61 000 Eintritte. «Das ist etwas besser als im Durchschnitt.» Auch er kann «glücklicherweise» auf eine unfallfreie Badesaison zurückschauen. In Bezug auf die Infrastruktur sei man daran, sich etwas zu überlegen mit dem Kinderspielplatz, aber spruchreif sei da noch nichts.

Keine Zahlen kann Urs Jäggi, Direktor des Sportzentrums Zuchwil, nennen. Diese wären aber wenig aussagekräftig, öffneten die Tore doch erst am 6. Juli, als das neue Freibad (endlich) fertiggestellt war. Immerhin: «Nachdem wir geöffnet hatten, wurden unsere Erwartungen erfüllt.» Beendet sind die Umbauarbeiten nicht. Das Kinderbecken soll erst auf die nächste Badesaison hin umgebaut werden. Dann steht auch die westliche Rasenfläche zur Verfügung, die bis anhin gesperrt war. Trotzdem habe er «nur positive» Feedbacks erhalten, was ihn sehr freue, so der Direktor. «Die Leute wollten das neue Becken und die neue Rutschbahn sehen.» Mit dem Ende der Freibad-Saison am letzten Wochenende beginne nun eine weitere «heisse Phase» für ihn. Das Tragluftzelt wird über dem Freibad-Becken aufgestellt. Ende Monat wird dieses eingeweiht. Grundsätzlich habe das Freibad aber wegen dem Umbau eine schwieriges Jahr hinter sich. «Wir haben den Juni verpasst, das schmerzt in finanzieller Hinsicht auch jetzt noch.»

Das schönste und das kleinste Schwimmbad

Die «schönste» Badi der Region, so nicht nur der Betreiber Rolf Nützi, ist das Strandbad Burgäschisee. «Die Leute geniessen die Ruhe und unser Gesamtpaket», erklärt er und meint damit auch die erfolgreiche Kioskbeiz, die auch ohne Schwimmbad-Eintritt benutzt werden darf. Zahlen zu den Eintritten könne er keine geben. In seinen Aussagen schwankt er zwischen «normale Saison» und «fehlende Eintritten wegen wenig schöneren Wochenenden». Glücklich schätzt er sich, dass es keine Schwimmunfälle gab, obwohl er immer wieder Eltern beobachte, die mit ihrem schwimmunkundigen, nur mit «Flügeli» geschützten Nachwuchs in den See hinaus schwimmen.

Das kleinste Schwimmbad liegt in Mühledorf im Bucheggberg. In Bezug auf Eintritte habe sich nicht viel geändert im Vergleich zum letzten Jahr, sagt Bruno Bartlome, Ressort Bau und Liegenschaften im Gemeinderat Buchegg. Genaue Zahlen habe er aber nicht. Sorgen bereite ihm die Suche nach einem neuen Badmeister. «Die Bisherigen hören auf. Wir suchen jemanden, der fünf Monate inklusive Vor- und Nachbereitungszeit übernimmt.»

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