«Wir können positiv in die Zukunft schauen», sagte Gemeinderätin Rosalie Stettler, verantwortlich für das Ressort Finanzen. Sie leitete die Budgetgemeinde, weil sich der Gemeindepräsident Brandon Miller im Ausland befindet. Der Finanzplan zeigt, dass die Gemeinde wegen des beträchtlichen Eigenkapitals die Steuern senken kann. Dies trotz vorgesehener Aufwandüberschüsse in den kommenden Jahren. Mit einer Gegenstimme hiessen die 34 Stimmberechtigten die vom Gemeinderat beantragte Reduktion von 119 auf 115 Prozent der einfachen Staatssteuer gut. Juristische Personen bezahlen nach wie vor 100 Prozent.

Finanzverwalter Andreas Winistörfer führte durch das Budget 2019 und machte klar, dass die Bereiche Bildung, Gesundheit und Soziale Sicherheit wenig beeinflussbar sind. Bei Einnahmen von 2,954 Mio. Franken resultiert im Voranschlag 2019 ein Aufwandüberschuss von 14'355 Franken. Das Pro-Kopf-Vermögen der Gemeinde beläuft sich auf 3450 Franken.

Sozialkommission aufgelöst

Einstimmig befürwortete die Versammlung die Investitionen. Vorgesehen sind die Freileitungsverkabelung im Bereich Hauptstrasse-Aeschistrasse in Winistorf sowie Deckbeläge und Randabschlüsse zwischen Lindenacker und Poststrasse in Hersiwil und in der Rumimatt in Winistorf für total 195'000 Franken. In der Investitionsrechnung sind zudem die fehlenden 120'000 Franken für eine zweite Abwasserleitung im Zelgli Heinrichswil enthalten, die vom Anfangs- bis zum Endschacht unter dem Fussweg durchgebohrt werden muss.

Ferner befürworteten die Stimmberechtigten die 3. Teilrevision des Zusammenarbeitsvertrages mit der Sozialregion Wasseramt Süd, welche die Auflösung der Sozialkommission per Ende 2018 beinhaltet. Diese Aufgaben können grösstenteils auf den Sozialdienst übertragen werden. Eine mögliche Fusion der Sozialregionen Wasseramt Süd und Ost wird konkret weiterverfolgt. Dazu wurde eine Steuer- und Projektgruppe mit Vertretern der beiden Sozialregionen gebildet. Der Entscheid fällt voraussichtlich an der Rechnungsgemeinde im Sommer 2019.

Auf Anfrage informierte Hansueli Nievergelt, Ressort Bau, dass die Ortsplanungsrevision im Gange ist und mit betroffenen Personen Kontakt aufgenommen wurde. Neu stellt die Gemeinde drei Plakatständer für Werbung kultureller Anlässe zur Verfügung. Die Schulausschusspräsidentin Michelle Heuberger hat per Ende Jahr demissioniert. Ihre Nachfolgerin ab 1. Januar 2019 heisst Yvonne Fürst.