Messen

Wegen Schadstoffen muss Wasser zugekauft werden

Das Wasser in Messen kann weiterhin bedenkenlos getrunken werden.

Auch in Messen wurde Chlorothalonil im Trinkwasser nachgewiesen. Nun wird das Wasser aus den anderen Quellen mit Wasser aus der Versorgung Saurenhorn vermischt. Das kommt die Gemeinde teuer zu stehen.

Auch in Messen wurde Chlorothalonil im Trinkwasser gefunden. Die Messungen ergaben bei der Quelle in Etzelkofen zu hohe Konzentrationen. Bei den Wasserbezugsorten Quelle Oberramsern, Biezwil (für Balm bei Messen) und Saurenhorn (für Brunnenthal und Messen) liegen die Werte weit unter dem Grenzwert. Das Wasser der Quelle Etzelkofen wird deshalb verworfen und durch Bezug von der Wasserversorgung Saurenhorn kompensiert. Das führt aber zu Mehrkosten von 70 000 bis 80 000 Franken pro Jahr. Deshalb sucht der Gemeinderat Messen nach anderen Lösungen, wie Gemeindepräsident Bernhard Jöhr auf Anfrage erklärt. Eine Möglichkeit sei es, zusätzliches Wasser aus dem Emmental (Vennersmühle) zu beziehen. Man werde zudem klären, ob es Sinn mache die Quellschutzzone in Etzelkofen neu zu definieren und mit den dortigen Landwirten reden. «Laut Aussagen der kantonalen Fachleute verändern sich die Messungen sehr schnell positiv, wenn das Chlorothalonil nicht mehr eingesetzt wird.» Wichtig sei auch zu wissen, dass kein Haushalt in Messen je mit reinem Etzelkofer Wasser versorgt worden sei. «Das Wasser wurde schon länger gemischt.» Der Gemeinderat Messen freute sich zudem darüber, dass Michael Kohler in diesen Tagen den eidgenössischen Fachausweis als Brunnenmeister erhalten hat.

Der Gemeinderat nahm weiter zur Kenntnis, dass die Zahlen für das Budget 2020 nicht allzu rosig aussehen. «Der Bereich Schule wird teurer und die Ausgaben in der Sozialregion steigen ebenfalls an», meinte Jöhr. Dazu falle der Finanzausgleich für Messen schlechter aus, als in den letzten Jahren.

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