Lüterkofen-Ichertswil

Wegen grösseren Schäden wird das Wasser um 50 Rappen teurer

Das Wasser wird in Lüterkofen-Ichertswil teurer.

Das Wasser wird in Lüterkofen-Ichertswil teurer.

Zum Teil sei jahrelang sehr wenig gemacht worden und nun kommen grosse Tranchen auf die Gemeinde zu. Die Schäden hätten sich in den letzten Jahren gehäuft, viele Leitungen seien nicht mehr intakt, nun müsse man investieren.

In Lüterkofen-Ichertswil stehen grosse Investitionen in der Wasserversorgung an. Gemeindepräsident Roger Siegenthaler erklärte, dass zum Teil jahrelang sehr wenig gemacht worden sei und nun grosse Tranchen auf die Gemeinde zukämen. Die Schäden hätten sich in den letzten Jahren gehäuft, viele Leitungen seien nicht mehr intakt, nun müsse man investieren.

Die Wasserkasse ist allerdings nicht prall gefüllt. «Dazu kommt, dass wir durch die HRM2-Neuerungen ziemlich stark gebunden sind», erklärte Bauverwalter Kuno Eberhard. Schulden von 250 000 Franken müssen über die nächsten zehn Jahre abgeschrieben werden. Zugleich verursachen laufende Projekte hohe Kosten, so wie etwa die Bahnhofstrasse oder die Überbauung Unterfeld.

Mängel aus den 1970er-Jahren

Besonders problematisch ist etwa die Hauptwasserleitung ab Bäckerei Ingold in Richtung Ichertswil. Diese stamme aus den 1970er-Jahren und muss dringend ersetzt werden. «Die Leitungen aus dieser Zeit sind die schlimmsten», betonte Eberhard. Selbst ältere Leitungen seien meist in einem besseren Zustand. Eberhard erklärte ausserdem: «Wir bräuchten etwa 20 000 Franken mehr, um die laufende Rechnung auszugleichen – dann müssten wir aber den Wasserpreis um 50 Rappen pro Kubikmeter erhöhen.» Diese Preiserhöhung soll der Gemeindeversammlung nun vorgeschlagen werden. Damit würde Lüterkofen-Ichertswil bei einem Wasserpreis von 2.60 Franken pro Kubikmeter zu den teureren Gemeinden gehören. Eberhard machte aber auch darauf aufmerksam, dass im Bucheggberg die Wasserpreise zwischen einem und drei Franken betragen.

In Lüterkofen-Ichertswil wurde der Wasserpreis bereits 2016 um fünfzig Rappen erhöht. Damals konnte man gleichzeitig die Abwassergebühren senken – das liege momentan nicht drin. Eberhard sicherte zu, dass man nächstes Jahr den Abwasserpreis senken könnte.
Dass die Erhöhung notwendig ist, war an der Gemeinderatssitzung unbestritten. «Wir brauchen das Geld», betonte Roger Siegenthaler. Die Schäden, die sich jedes Jahr häufen, seien schliesslich auch sehr teuer. Am 4. Dezember wird die Gemeindeversammlung im Rahmen der Budgetierung über den Wasserpreis bestimmen.

Wer teilt Ressorts zu?

Im Weiteren besprach der Gemeinderat noch einmal die überarbeitete Dienst- und Gehaltsordnung (DGO) sowie die Gemeindeordnung (GO). In der Diskussion zur Gemeindeordnung entschied er, dass auch künftig jeweils der Gemeinderat und nicht die Gemeindeversammlung über die Zuteilung der Ressorts entscheiden soll. Beide Dokumente sollen an der nächsten Sitzung zuhanden der kantonalen Vorprüfung verabschiedet werden.

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