Altreu

Webcam soll Bilder aus einem Storchenhorst liefern

Eine Webcam soll Bilder von einem Strochenhorst liefern.

Eine Webcam soll Bilder von einem Strochenhorst liefern.

Die Generalversammlung des Vereins «Für üsi Witi» kämpft für den Erhalt der Schutzzone und damit gegen die Pistenverlängerung. In diesem Jahr soll eine Horstcamera aktiviert werden.

«Wir werden uns für die Erhaltung der Schutzzone einsetzen und uns gegen Eingriffe zur Wehr setzen.» Dieses Ziel des Vereins «Für üsi Witi» formulierte Vizepräsident Martin Huber an der vierzehnten Generalversammlung. Damit sprach er die geplante Pistenverlängerung auf dem Flughafen Grenchen an. In dieser Sache folgt die nächste Runde am 22. April mit der dritten Koordinationssitzung. Eine Woche später werden die Verbände an einer Informationsveranstaltung über die Entscheide jener Sitzung in Kenntnis gesetzt.

Stellungnahmen sind bis Juli möglich. Der Regierungsrat wird im Herbst über die Pistenverlängerung entscheiden. Der Verein «Für üsi Witi» kann bezüglich der Pistenverlängerung auf ein diskussionsreiches Jahr zurückblicken. Bisher wurden über 4000 Unterschriften gegen die Verlängerung gesammelt.

Erfolg für Infozentrum

Das Infozentrum Witi, das jeweils vom 15. April bis 15. Oktober geöffnet ist, konnte 2013 trotz eines regnerischen Sommers die Besucherzahl der letzten Jahre halten. Rund 30 000 Gäste kamen und hundert Führungen wurden gebucht. 2014 nisteten laut Martin Huber 39 Storchenpaare in Altreu. 

Für die neue Saison wird das Programm im Infozentrum angepasst. «Die Erfahrung zeigt, dass die Nachfrage für einige Anlässe jeweils dürftig ausfällt. Deshalb werden wir, neben dem bestehenden Angebot – wie beispielsweise den Filmen, zwei Sonderausstellungen organisieren», sagte Huber. Geplant seien eine Ausstellung zu Vogelfedern und eine über Weissstörche. Letztere sei vor allem für Familien konzipiert, enthalte aber auch einen Teil, der sich an erwachsene Besucher richte. Dabei soll Wissen durch das spielerische Ansprechen der Sinne vermittelt werden. Zusätzlich sei eine permanente Ausstellung über Störche geplant, die auch in dieser Saison starte.

Storchhorste sanieren

Überraschend schliesst die Rechnung 2014 mit 2000 Franken im Plus ab. Budgetiert war ein Verlust von 44 000 Franken. Das Resultat sei damit zu erklären, dass bei den Jubiläumsprojekten kein Aufwand entstand und die Rechnung für die Ausstellung Max Bloesch tiefer als vorgesehen ausfiel.

In diesem Jahr wird das Augenmerk auf die Storchhorste gelegt, von denen sich einige in kritischem Zustand befänden und dringend gepflegt werden müssen, um die nötige Sicherheit zu
gewährleisten. Während die Horste in den Hecken bereits saniert worden sind, werden diejenigen auf den Hausdächern im Oktober folgen, wenn die Störche in ihre Winterquartiere aufbrechen. 

Zu den weiteren Ausgaben zählen im Budget die Ausstellung über die Weissstörche sowie die Installierung eines Internetanschlusses für die Horstkamera. Damit können Besucher via Webcam auf der Homepage einen Horst beobachten. Das Budget 2015 schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 46 000 Franken.

Präsidium vakant

Der Vorstand hat, nachdem weitere Kandidaten in letzter Minute abgesprungen sind, doch noch einen neuen Anwärter für die seit fünf Jahren bestehende Vakanz des Präsidentenpostens gefunden. Bezüglich dieses Kandidaten zeigt man sich zuversichtlich. Einen Namen möchte Huber aber noch nicht bekannt geben, hingegen verrät er, dass es sich um einen männlichen Kandidaten handelt.

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