Der Gemeinderat verabschiedete die revidierte generelle Wasserversorgungsplanung (GWP, Ortsteil Riedholz). Als Nächstes wird die Stellungnahme der Gruppenwasserversorgung Unterer Leberberg (GWUL) abgewartet, dann wird die Wasserversorgungsplanung publiziert und für 30 Tage öffentlich aufgelegt. Sollten dannzumal keine Einsprachen eintreffen, will der Gemeinderat diesen Plan sogleich zur definitiven Genehmigung dem Regierungsrat vorlegen.

Pascal Guillod von Emch und Berger Ingenieure stellte dem Gemeinderat die GWP im Detail vor. Dabei handelt es sich um eine Planung für die kommenden zehn bis zwanzig Jahre. Sie dient als ein Instrument für die Budgetierung. Während das räumliche Leitbild der Einwohnergemeinde von einem grösseren Wachstum der Bevölkerungszahlen ausgeht, rechnet die Wasserversorgungsplanung mit kleineren Zahlen und geht entsprechend im Jahr 2035 von 2100 Einwohnern in Riedholz aus.

«Das Ziel einer solchen Planung ist die Sicherstellung der Wasserqualität, der Wassermenge und der vorgeschriebenen Druckverhältnisse, zudem gilt die Erschliessungspflicht», führte Guillod aus. Wegen der Mitgliedschaft von Riedholz bei der GWUL sei es aber die GWUL, in deren Zuständigkeitsbereich die Garantie der Wasserqualität und die Garantie der Wassermenge falle.

Verbesserungspotenzial

Die Wasserversorgungsplanung hat aufgezeigt, dass in Riedholz zwei Bereiche bestehen, die verbessert werden müssten: Einerseits ist im unteren Teil von Riedholz der Druck zu hoch, andererseits ist im Bereich Rütti zu wenig Druck vorhanden. Den hohen Druck könne man senken, indem neben einer unteren und einer oberen Druckzone auch eine mittlere Druckzone eingeführt wird, mit einem Druckreduzierschacht an der Bergstrasse und einem weiteren an der Wallierhofstrasse.

Schwieriger sieht es, laut Guillod, im Bereich Rütti aus. Ganz zu beheben seien die problematischen bestehenden Verhältnisse nicht, die sich aber in einem Grenzbereich befänden. Als die qualitativ beste und kostengünstigste Variante hat sich diejenige erwiesen, in der das Reservoir der oberen Zone beibehalten, aber neu gebaut wird. Der maximale Druck wird verbessert, der minimale Druck bleibt unverändert.

3,2 Millionen Franken Investitionen

Die Leitungen, Reservoirs und Pumpen haben eine bestimmte Lebensdauer. So wird diese bei einem Reservoir auf ungefähr 60 Jahre geschätzt, bei den Leitungen auf 80 Jahre. «Das Reservoir in der oberen Zone ist zu klein, und es hat mit hygienischen, betrieblichen und baulichen Mängeln zu kämpfen», hält Guillod fest. Auch das Pumpwerk mit dem gleichen Baujahr habe sein Alter erreicht.

In der Wasserversorgungsplanung ist von zwei Prioritäten die Rede. Massnahmen in erster Priorität sollen innerhalb von zwei bis zehn Jahren umgesetzt werden. Dazu zählt der Neubau des Reservoirs in der oberen Zone für 1,85 Millionen Franken. Auch die Einführung der mittleren Zone für 915'000 Franken, koordiniert mit der GWUL, gehört dazu, genauso die Sicherstellung des Löschwassers (480'000 Franken). Dies entspricht einem Total von Investitionen in der Höhe von 3,245 Millionen Franken in den nächsten Jahren.

Neue Jugendbeauftragte

Der Gemeinderat hat die Demission des Jugendbeauftragten Dominik Grossenbacher per Ende 2017 zur Kenntnis genommen. Als neue Jugendbeauftragte wurde Céline Flury einstimmig gewählt. Sie arbeitete bereits in Flumenthal als Jugendbeauftragte, kann nun jedoch wegen ihres Wohnortwechsels nach Niederwil nicht mehr länger in Flumenthal in dieser Position tätig sein.

Eingehend ist im Gemeinderat auch zum Sturm Burglind gesprochen worden. Personenschaden habe es glücklicherweise keinen gegeben. Die Feuerwehr hatte an diesem Tag viele Einsätze, dabei sei auch das Feuerwehrauto beschädigt worden.