Biberist
Wasserämter Jugend begeisterte musikalisch

Der Wasserämter Musikwettbewerb wurde zum 29. Mal erfolgreich durchgeführt. Die musizierenden Jugendlichen überzeugten auch an der Ausgabe 2016.

Hans Blaser
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Erspielte die Höchstnote der Solisten, Mira Hostettler, Gerlafingen

Erspielte die Höchstnote der Solisten, Mira Hostettler, Gerlafingen

Hans Blaser

Während es in den anderen Bereichen sowohl Solo- wie Gruppenvorträge zu hören gab, war das in der Sparte Klavier nicht der Fall. Da wären zwar erstmals auch vierhändige Vorträge zugelassen gewesen. Anmeldungen dazu gab es aber keine. Gedacht war die Kategorie ausschliesslich für die Kombination Schüler-Schüler und nicht etwa Lehrer-Schüler. Das wäre eine Chance gewesen etwa für Geschwister für einen zweiten Auftritt. So blieben nur die 17 Solo-Vorträge auf diesem Instrument, das im vergangenen Jahr dazugekommen ist.

Einen beträchtlichen Teil davon bestritten Schülerinnen und Schüler aus Luterbach. Von da kam denn auch die Siegerin dieser Kategorie. Mit einem Vortrag aus drei verschiedenen Stücken entschied diese Elaine Hoang mit 50 Punkten für sich. Die nächsthöhere Kategorie auf dem Klavier meisterte Akram Dawod aus Derendingen. Seine kraftvolle Interpretation einer Toccata von Aram Iljitsch Katchaturian wurde mit 56 Punkten belohnt. Konkurrenz erhielt er von Antsa Bisang aus Luterbach und Tiberio Sentina aus Biberist.

Bläser von Beginn weg dabei

An den Ursprung des Wettbewerbs erinnern die Bläser und ihre Kategorien. Sie waren von Anfang an dabei. Geschaffen haben den Wettbewerb nämlich damals einige Dirigenten von Wasserämter Musikvereinen. Für mehrere Jahre war er auch jeweils beim Wasserämter Musiktag angesiedelt. Bei der jüngsten Bläserkategorie waren die Blattinstrumente unter sich. An die Spitze gespielt hat sich Mira Hostettler aus Gerlafingen auf der Klarinette. Nicht auf einer Klarinette, sondern auf einem Alt-Saxofon und mit «La voltigeuse» von Friedrich Wilhelm Marpurg meisterte Chiara Hofstetter aus Lohn-Ammannsegg die nächste Kategorie. Das versuchte auch Andreas Kaiser als einziger Blechbläser unter allen Solisten. Besonders in dieser Kategorie liess sich die Klarinette als sehr wandelbares und vielfältiges Instrument erkennen und geniessen. Zu verdanken war das Ermal Polisi aus Derendingen und Thorben Heekenjann aus Biberist.

Auch wenn nicht allen ihre Vorträge ganz nach Wunsch gelangen, profitiert haben sie dennoch. Beispielsweise in dem sie sich mit viel Üben auf ein bestimmtes Ziel vorbereitet haben. Das gilt nicht nur für die Solisten, sondern auch für die Gruppen, die jedes Jahr für die Höhepunkte dieses Anlasses sorgen. Die waren besonders in der Kategorie E zu geniessen. Dort haben die blechbesetzten Sol Brass Kids aus Subingen (Leitung Claudia Flury) und die holzbesetzten Heris Heisse Hölzer (Leitung Urs Heri) Publikum und Experten gleichermassen begeistert.

Geringes Echo bei Streichern

In diesem Jahr wurde der Wettbewerb neu geöffnet für die ganze Familie der Streicher. Das Echo blieb allerdings noch eher bescheiden. Gemeldet haben sich lediglich zwei junge Cellistinnen. Sie belohnten aber die Entscheidung der Organisatoren mit zwei sehr ansprechenden Vorträgen. Antsa Bisang aus Luterbach legte mit «Les Larmes de Jacqueline» von Jacques Offenbach und «2. Danse Rustique» von William Henry Squire vor. Sara Kurt aus Lohn-Ammannsegg versuchte mit «Tarantella op. 23» von William Henry Squire dagegen zu halten.

Die Perkussionsgruppen eröffneten den Wettbewerb. Dabei waren in der jüngeren Kategorie zwei gefällige Kompositionen von OK-Mitglied Gregor Lisser zu geniessen. Mit guten 52 Punkten belohnt wurde das Duo Merlin Bachmann/Andri Meyer aus Subingen als einzige eine Kategorie höher. Ganz eng ging es danach bei den drei Solisten auf dem Drumset zu.