Deitingen
Wasserämter Jodlerklubs machen erstmals Auftritt öffentlich

150 Jodler und Alphornbläser begeisterten in Deitingen ihr Publikum. Dass die Wasserämter Jodlerklubs ein Konzert geben, war heuer erstmals der Fall.

Armin Leuenberger
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Armin Leuenberger

Mucksmäuschenstill war es am Samstagabend in der Deitinger Zweienhalle auch noch nach einem zweieinhalb Stunden dauernden Wasserämter Jodlerkonzert. «Das ist stets ein gutes Zeichen dafür, dass es den Leuten gefallen hat», sagte Lilian von Rohr (Dirigentin Deitinger Jodlerchörli) am Ende. Seit bald 50 Jahren treffen sich die Wasserämter Jodlerklubs immer im Frühjahr zu einem gemeinsamen Konzert.

«Schade nur, dass es bisher jeweils fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand», meinte Deitingens Klubpräsident Jörg Pongratz. Das habe man nun in diesem Jahr geändert und den Anlass in der Öffentlichkeit publik gemacht. Der Dank dafür blieb nicht aus, blieben in der grossen Halle doch nur wenige Plätze unbenutzt.

Verschiedenste Formationen

Sieben Chöre, die Alphorngruppe Laupersdorf unter der Leitung von Komponist Peter Baumann, das Jodlerduett Erika Herren und Beatrice Iseli, das Konzertchörli Deitingen und das Duett Gabi Zemp und Marianne Stampfli am Akkordeon begleitet von Priska Stampfli, sorgten für eine Auflockerung der vielseitigen Darbietungen der verschiedenen Chöre. Gekonnt und mit viel Einfühlungsvermögen führten die beiden Ansager Barbara Graf und Pascal Biberstein durch den Abend.

Den Auftakt machten die Deitinger Gastgeber mit dem Lied «Ä liebe Mönsch», von Fredy und Emil Wallimann, gefolgt vom gefühlsbetonten Stück «Das cha nur Liebi si», von Ueli Zahnd. Das Laupersdorf Alphornquartett begeisterte mit dem «Obersdörfer Schalmeienruf». Dann war die Reihe am Jodlerklub Waldrösli Recherswil unter der Leitung von Ingrid Bärtschi mit einem Stück von Ueli Zahnd «Drum los zue, wie ärdeschön», ein Lied und Jutz. Noch einmal war die Reihe an der Alphorngruppe Laupersdorf mit zwei Eigenkompositionen ihres Leiters Peter Baumann und dem Fahnenschwinger Urs Bloch.

Den Abschluss des Abends machte der Gesamtchor der sieben Wasserämter Jodlervereine unter der Leitung von Lilian von Rohr. Sie sangen «D’Lüt im Dorf» von Kurt Mumenthaler und als Zugabe den «BeichleJutz» von Franz Stadelmann. Mit ihren rund 150 Jodlerinnen und Jodlern war hier die grosse Bühne schon fast zu klein. Neben alten klassischen Liedern hatte es auch Platz für moderne Kompositionen wie Heinz Güllers «S’Glück im Läbe», mit dem die Luterbacher das Publikum begeisterten.