Drei Höfe

Wasserämter Gemeinden wollen Zivilschutz als Zweckverband organisieren

Eine Zivilschutzorganisation sollte eine gültige Grösse von 20'000 Einwohnern aufweisen.

Eine Zivilschutzorganisation sollte eine gültige Grösse von 20'000 Einwohnern aufweisen.

Die Gemeindepräsidentenkonferenz Wasseramt fasst an ihrer Sitzung in der Gemeinde Drei Höfe den Grundsatzentscheid und sagt Ja zum neuen gemeinsamen Zweckverband für den Zivilschutz.

Zwar hat die Gemeindepräsidentenkonferenz Wasseramt (GPKW) keine rechtlichen Befugnisse. Trotzdem hat das Gremium dem Vorgehen für die Gründung einer neuen Bevölkerungs- und Zivilschutzorganisation Aare Süd im Grundsatz zugestimmt. Nötig wird die Neugründung, weil keine der vier heute bestehenden Organisationen im Wasseramt und im Bucheggberg die neu gültige Grösse von 20'000 Einwohnern aufweist.

Die neue Organisation würde beide Bezirke, 26 Gemeinden und 57'746 Einwohner umfassen. Eine Arbeitsgruppe hat unter der Leitung von Reto Vescovi (Co-Geschäftsführer Repla) schon viel Vorarbeit geleistet. Als Rechtsform wird ein Zweckverband vorgeschlagen. Eine 36-köpfige Delegiertenversammlung, ein Verbandsvorstand mit sieben Mitgliedern, ein zu 100 Prozent angestelltes Zivilschutzkommando, eine Stellenleitung und ein regionaler Führungsstab würden die Verantwortung übernehmen. Auch ein Statutenentwurf und ein mögliches Budget sind bereits vorhanden. Die Kosten dürften sich auf 15 Franken pro Einwohner belaufen, was in etwa den Kosten von heute entspricht.

Die Gemeindepräsidenten müssen die Vorlage so bald als möglich in ihren Gemeinderäten traktandieren. Das Geschäft muss nämlich zwingend vor die Gemeindeversammlung. Es hat ausserdem auch bereits Auswirkungen auf das Budget, da für 2018 Zusatzkosten von rund 42 500 Franken anfallen, die auf alle 26 Gemeinden verteilt werden.

Anfang 2018 sollte der neue Zweckverband gegründet und die Delegierten und der Vorstand eingesetzt werden, damit die weiterführende Arbeit aufgenommen werden kann. «Am neuen Gremium liegt es dann, die vorliegenden Vorschläge zu übernehmen, zu überarbeiten oder zu verbessern», so Vescovi. Das Arbeitspapier sei eine Grundlage, aber nicht sakrosankt, wenn es um die Umsetzung gehe. Am 1. Januar 2019 sollte die Organisation dann die Arbeit als Gesamtes aufnehmen können.

Pro Wasseramt reaktivieren

Wie schon im Bucheggberg hat man auch im äusseren Wasseramt die ländlichen Gemeinden zusammengezogen und versucht herauszufinden, ob es konkrete Projekte gibt, die die Repla unterstützen könnte (Elares). Die Resultate erläuterte Matthias Reitze (Co-Geschäftsführer Repla) an der GPK. «Das äussere Wasseramt wird geprägt durch Naherholungsgebiete: überall hat es Wasser, Wälder, Wander- und Velowege», so Reitze.

Diese Naturschätze direkt vor der Haustüre seien aber längst nicht allen Einwohnern bekannt. Eine Arbeitsgruppe, die sich intensiv damit beschäftigte, hat eine Idee ausgearbeitet. Das Ergebnis ist eine Karte «Naturschätze äusseres Wasseramt», die online im Web aufgeschaltet wird und auch als Papierversion an die Gemeinden abgegeben werden kann. Die Karte lasse sich laufend erweitern. Online sollen die einzelnen Punkte mit einem Bild und einem kurzen Text ergänzt werden, die sich beim Anklicken automatisch öffnen.

Als zweites wünschen sich die Wasserämter eine Info-Plattform, die von den Gemeinden und von Vereinen genützt werden könnte. Auch regionale Produkte sollten dort aufgelistet werden. Um dieses Projekt umzusetzen, ist eine regionale Trägerschaft erforderlich. Eine solche ist mit Pro Wasseramt vorhanden. Der Verein ist heute in der Region nicht sehr bekannt und hat nur wenig Mitglieder. Er soll deshalb neu aufgestellt werden.

Geschäftsführer Hardy Jäggi wäre interessiert, Pro Wasseramt stärker auf die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Gemeinde auszurichten. Im Idealfall könnten im Endausbau auf der Homepage von Pro Wasseramt drei Informationsplattformen aufgeschaltet werden. Eine mit den Naturschätzen, eine mit regionalen Produkten und eine für die Vereine und deren Anlässe.
Vorderhand umfasst der Projektperimeter die ländlichen Gemeinden im äusseren Wasseramt. Es soll aber abgeklärt werden, ob auch andere Gemeinden interessiert sind und der Perimeter vergrössert werden kann.

Filmtagedirektorin Seraina Rohrer bedankte sich persönlich bei den Wasserämter Gemeindepräsidenten für die Unterstützung, die die Filmtage aus der Region erfahren. Der Prix d’Honneur (ehemals Wasserämter Filmpreis) sei ein wichtiger Preis für die Filmtage, weil damit Filmschaffende geehrt werden, die sonst nicht im Rampenlicht stehen. Insgesamt sei der Preis 195 Mal in der Presse erwähnt worden, was jedes Mal auch Werbung für das Wasseramt gewesen sei. «Drei Filme die an den Solothurner Filmtagen gezeigt wurden, sind für einen Oscar nominiert worden», so Rohrer. Letztes Jahr habe man 65 000 Eintritte verzeichnet. Erstmals habe man eine Umfrage gemacht, die aufzeigt, dass der durchschnittliche Besucher rund 100 Franken in Solothurn ausgebe. Rohrer verriet zudem, dass nächstes Jahr die Vorführungen für Schulkinder weiter ausgebaut würden. «Und selbstverständlich wird auch der Prix d’Honneur erneut vergeben». (rm) Im Bild der Fototermin an der Übergabe des Prix d’Honneur 2017: Thomas Fischer (Gemeindepräsident Drei Höfe), Preisträgerin Tiziana Soudani (Mitte) und Filmtagedirektorin Seraina Rohrer.

Prix d’Honneur wird auch 2018 verliehen

Filmtagedirektorin Seraina Rohrer bedankte sich persönlich bei den Wasserämter Gemeindepräsidenten für die Unterstützung, die die Filmtage aus der Region erfahren. Der Prix d’Honneur (ehemals Wasserämter Filmpreis) sei ein wichtiger Preis für die Filmtage, weil damit Filmschaffende geehrt werden, die sonst nicht im Rampenlicht stehen. Insgesamt sei der Preis 195 Mal in der Presse erwähnt worden, was jedes Mal auch Werbung für das Wasseramt gewesen sei. «Drei Filme die an den Solothurner Filmtagen gezeigt wurden, sind für einen Oscar nominiert worden», so Rohrer. Letztes Jahr habe man 65 000 Eintritte verzeichnet. Erstmals habe man eine Umfrage gemacht, die aufzeigt, dass der durchschnittliche Besucher rund 100 Franken in Solothurn ausgebe. Rohrer verriet zudem, dass nächstes Jahr die Vorführungen für Schulkinder weiter ausgebaut würden. «Und selbstverständlich wird auch der Prix d’Honneur erneut vergeben». (rm) Im Bild der Fototermin an der Übergabe des Prix d’Honneur 2017: Thomas Fischer (Gemeindepräsident Drei Höfe), Preisträgerin Tiziana Soudani (Mitte) und Filmtagedirektorin Seraina Rohrer. 

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