200 bis 400 Kilogramm toten Fisch mussten aus dem Inkwilersee gezogen werden. Die Fische verendeten, weil sie zu wenig Sauerstoff gekriegt haben.

Es war vermutet worden, dass Toiletten-Abwasser des Open-Airs Etziken, welches versehentlich in einen falschen Schacht geleert und so in den See gelangte, verantwortlich für die Katastrophe sei.

Auch am Freitag trieben noch tote Fische an der Oberfläche des Inkwilersees.

Auch am Freitag trieben noch tote Fische an der Oberfläche des Inkwilersees.

Nun sorgt die Wasser-Analyse des Departements für Umwelt des Kantons Solothurn für Klarheit, wie «Tele M1» berichtet: Das mit Chemikalien versetzte Abwasser ist zumindest mit ein Grund für das Fischsterben.  

«Das Abwasser der mobilen Toiletten ist mitschuldig am Fischsterben», sagt Gabriel Zenklusen, stellvertretender Chef des Amts für Umwelt Kanton Solothurn.

«Das Abwasser der mobilen Toiletten ist mitschuldig am Fischsterben», sagt Gabriel Zenklusen, stellvertretender Chef des Amts für Umwelt Kanton Solothurn.

Zwar sei das Abwasser an sich nicht giftig. Beim Abbau von organischen Bestandteilen, welche im Abwasser enthalten waren, wird jedoch Sauerstoff verbraucht. Weil der See an sich schon zu wenig Sauerstoff habe, sei so den Fischen schlussendlich zu wenig zur Verfügung gestanden, sagt Gabriel Zenklusen, stellvertretender Chef des Amts für Umwelt gegenüber «Tele M1».

Jedoch sei nicht auszumachen, ob die Fische ausschliesslich durch das WC-Abwasser verendeten, so Zenklusen. Die Ermittlungen der Kantonspolizei wegen Gewässerverunreinigung laufen aber auf jeden Fall weiter. Die Firma Mobi Toil, welche die mobilen WC für das Open Air stellte und auch die Flüssigkeit in den falschen Schacht leerte, wollte gegenüber «Tele M1» zur Zeit keine Stellung nehmen. (az)

Die Firma Mobi Toil lieferte die Toiletten für das Open Air Etziken.

Die Firma Mobi Toil lieferte die Toiletten für das Open Air Etziken.