Biberist

Was tun, wenn riesige Öltanks brennen? Die Feuerwehr zeigte es

Mobiler Wasserwerfer und Hubretter im Einsatz

Mobiler Wasserwerfer und Hubretter im Einsatz

Die Feuerwehr Biberist hat unter dem Motto «Let‘s rock» zur Hauptübung auf das HIAG-Areal geladen. Dort stellte man das Szenario nach, die Heizöltanks würden brennen.

Rauch stieg aus einem der überhitzten riesigen Heizöltanks auf dem HIAG-Areal. Die Sirenen der herannahenden Feuerwehrautos heulten. Umgehend setzte die Feuerwehr Biberist mobile Wasserwerfer sowie den Hubretter mit seinem grossen Wasserwerfer ein. Mit weiteren Motorspritzen zog sie Wasser direkt ab dem Emmekanal.

Kurze Zeit später fuhr der SBB Lösch- und Rettungszug vom Betriebswehrstützpunkt Biel vor, dessen Tank rund 44 000 Liter Wasser fasst.

«Wasser ist das einzige Mittel um den Temperaturanstieg im Tank und schliesslich das Feuer unter Kontrolle zu bringen», informierte der Speaker Rolf Vogt. Das Feuer könne zwar mit Wasser nicht gelöscht werden, aber die Tanks müssten zwingend rundum gleichmässig gekühlt werden, damit nichts explodiere. «Nach Stunden wäre hier vorgesehen, den Brand mit einem Schaumteppich zu bedecken und so zu löschen», zeigte der Fachmann das Vorgehen im Ernstfall auf. Auch nach der Löschung würde der Tank weiterhin gekühlt.

Unter dem Motto «Let‘s rock» hatte die Feuerwehr Biberist zu ihrer Hauptübung eingeladen. Die unglaublichen Wasserstrahlen schienen in der Tat zu rocken. Ein faszinierendes, gottlob nicht ernstes Schauspiel, welches eine stattliche Anzahl grosser und kleiner Besucher verfolgte. Aber auch ein beruhigendes Schauspiel, das bewies, wie gut die Feuerwehr ausgebildet und wie schnell sie einsatzbereit ist, um grössere Schäden zu vermeiden.

Ab 2016 neuer Kommandant

An der Hauptübung wurde zudem der Kommandantenwechsel zelebriert. Major Konrad Gisler tritt nach fünf Amtsjahren auf 31. Dezember 2015 zurück. Angefangen hat seine Feuerwehrkarriere im Jahr 1990 in Subingen. Seit 1993 gehört er zum Stab in Biberist. Unter seiner Ägide als Kommandant erfolgten viele Neuerungen und Anschaffungen. 187 Einsätze hatte er zu meistern, 41 allein in diesem Jahr. Hauptsächlich handelte es sich um Brandmeldealarme, Grill- und Pfannenbrände, Wasserschäden, Lift- und Patientenrettungen.

Gemeindepräsident Martin Blaser ehrte Konrad Gisler als Person, die Verlässlichkeit und Souveränität ausstrahle und fachlich und technisch auf der Höhe sei. Der neue Kommandant ab Januar 2016 heisst Patrick Doppler, bisheriger Vizekommandant und Ausbildungschef, der zum Major befördert wurde. In seine Fussstapfen tritt der neu zum Hauptmann ernannte Konrad Jäggi. 

Kommandantenwechsel: Patrick Doppler erhält von Gemeindepräsident Martin Blaser die Major-Auszeichnung und der scheidende Kommandant Konrad Gisler.

Kommandantenwechsel: Patrick Doppler erhält von Gemeindepräsident Martin Blaser die Major-Auszeichnung und der scheidende Kommandant Konrad Gisler.

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