Messen
Was tun mit dem historischen Archiv?

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Unter den Gegenständen sind auch Nähmaschinen zu finden. (Archiv)

Unter den Gegenständen sind auch Nähmaschinen zu finden. (Archiv)

In Messen gibt es ein historisches Archiv. Allerdings ist dieses nicht geordnet, sondern eher ein Sammelsurium unterschiedlicher Gegenstände und Akten. «Bücher, Jahrbücher des Kantons, alte Dokumente und Kaufverträge, alte Schreibmaschinen und Nähmaschinen, eine alte Drehbank oder Dreschschlegel, alles findet man dort», erklärt Gemeindepräsident Bernhard Jöhr auf Anfrage. Nicht alle Gegenstände hätten einen Bezug zu Messen, so Jöhr weiter. Der Gemeinderat hat sich das Archiv an seiner Sitzung am Donnerstagabend angesehen, um zu entscheiden, was man damit machen soll.

In Messen gab es den Verein Kultur-Geschichte-Begegnung, der mit dem Ziel, ein historisches Museum zu errichten, gegründet wurde. Dafür hatte man auch bereits einen alten Speicher gekauft, in dem man das Museum einrichten wollte. Leider sei der Speicher in der Zwischenzeit komplett zerfressen worden und man musste das Holz entsorgen. Der Verein selbst habe sich aufgelöst, aber noch Geld hinterlassen, das nun entweder für ein historisches Archiv oder für kulturelle Zwecke genutzt werden darf.

Der Gemeinderat hat nun entschieden, dass sich die Gesellschaftskommission um das Archiv kümmern soll. Zuerst sollen die Gegenstände alle gesichtet und entschieden werden, was man behalten möchte. «Dann stellt sich die Frage, was man mit den Sachen, die wir behalten, machen soll», so Jöhr. Er kann sich vorstellen, dass man die Gegenstände im Gemeindehaus in einer kleinen Sonderausstellung zugänglich machen könnte. «Das sind einfach erste Ideen. Die Kommission soll nun diskutieren.»

Erschliessungspläne wurden aufgehoben

Das Restaurant Löwen braucht mehr Parkplätze und hat ein entsprechendes Baugesuch eingereicht. Auf dem Dorfplatz liegt aber ein kantonaler und kommunaler Erschliessungsplan. Die kantonalen Behörden hätten auf Anfrage erklärt, dass man das Baugesuch mit einer Ausnahmebewilligung genehmigen könne. «Nachdem das Baugesuch auflag, war plötzlich alles anders», so Jöhr. Der Gemeinderat habe nun die beiden Erschliessungspläne aufgehoben, und so sei es nun möglich, die Parkplätze zu bewilligen. Da die seinerzeitige Idee, einen Dorfplatz zu gestalten, vom Tisch sei, sei die Aufhebung der Pläne kein Problem. Immerhin habe der Kanton die Strasse neu gestaltet, und auch die Bushaltestelle wurde neu gebaut. «Nun kann man den Platz einfach so lassen.»

Der Gemeinderat hat zudem Adrian Grossenbacher als Delegierten und Roland Iseli als Ersatz-Delegierten in die neue Zivil- und Bevölkerungsschutzorganisation Aare Süd gewählt. (rm)

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