Messen

«Was packen wir in den Koffer?» – Gewerbeausstellung einmal anders

Das OK der Gewerbeausstellung mit von links: Claudia Schlup, Andreas Oberli, Stefan Moser, Raphael Zaugg, Roland Graber, Ruedi Meister, Florian Zangger und Benjamin Marti.

Das OK der Gewerbeausstellung mit von links: Claudia Schlup, Andreas Oberli, Stefan Moser, Raphael Zaugg, Roland Graber, Ruedi Meister, Florian Zangger und Benjamin Marti.

Im Mai präsentiert sich das Bucheggberger Gewerbe in Messen in einer neuen Form. Die Aussteller dürfen ihre Waren nur in einem Koffer präsentieren.

120 mal 80 Zentimeter. So viel Platz steht jedem Aussteller an der Gewerbeausstellung im Mai in Messen zur Verfügung. Auf diesem Platz kann kein üblicher Messestand aufgebaut werden. Die teilnehmenden Betriebe präsentieren sich in einem Koffer. Oder zweien, wenn ihnen das lieber ist.

Die letzte Gewerbeausstellung im Bucheggberg fand 2012 in Nennigkofen statt. «Bisher hatten wir einen Fünfjahresturnus. Aber letztes Jahr hatten wir zu wenig Anmeldungen und entschlossen uns deshalb, keine Gewerbeausstellung durchzuführen», erklärt Ruedi Meister (Präsident Bucheggbergischer Gewerbeverein und OK-Präsident Gewerbeausstellung). Ein Grossteil der Gewerbebetriebe im Bucheggberg besteht aus einer, zwei oder drei Personen. «Für sie ist eine Gewerbeausstellung ein enormer Aufwand.»

Trotzdem suchte der Gewerbeverein nach Alternativen. «Wir wollten die Ausstellung nicht einfach aufgeben», so Meister. Eine Projektgruppe sei schliesslich auf die Kofferausstellung (Kofa) gestossen. «Wir fanden die Idee witzig. Zudem hatten wir das Gefühl, dass der Aufwand so auch für die kleinen Betriebe machbar ist.» Schön sei auch die Idee, dass man am Sonntagabend bei Ausstellungsende einfach nur seinen Koffer packen und gehen könne.

Einige Diskussionen

An der Generalversammlung des Gewerbevereins habe es grosse Diskussionen um die neue Form gegeben. «Das finde ich gut. Das hat auch etwas Leben in die ganze Sache gebracht», meint Meister. Man entschied sich, es mit der Kofferausstellung zu versuchen. Und die 54 Anmeldungen haben den Verantwortlichen Recht gegeben. «Die Halle ist damit fast voll. Für viel mehr Aussteller hätten wir gar keinen Platz.» Neben den Ständen mit den Koffern soll es viel Platz für Stehtische geben, an denen sich die Aussteller und ihre Kundschaft bei Gesprächen treffen können. Eine Gewerbeausstellung sei eine Plattform, an der man sich präsentieren und Kontakte knüpfen könne.

Die Kofferausstellung soll auch dazu genutzt werden, die duale Berufsausbildung zu präsentieren. Neben der Mehrzweckhalle wird ein Festzelt aufgestellt. Dort gibt es eine ganz normale Festwirtschaft, aber auch zwei Stände, an denen man sich einen Schnellimbiss holen kann. Für Unterhaltung sorgen am Samstag die Hubustei Giele und sonntags die Songfäger. Zudem gibt es Säulirennen, wie man sie von der Solothurner Herbstausstellung her kennt.

Aktiver Nachwuchs

Im Organisationskomitee für die Kofferausstellung arbeiten viele neue und junge Gewerbler mit. Das freut Ruedi Meister. «Wir brauchen neue Ideen und den Nachwuchs.» Er hofft, dass sich einige später auch im Gewerbeverein selbst engagieren. Zudem müsse es ein Ziel sein, dass die Gewerbeausstellung wieder im bisherigen Fünfjahresrhythmus durchgeführt wird. «Wir müssen uns zeigen und uns präsentieren. Zeigen, wie viele Arbeits- und Lehrstellen wir hier im Bucheggberg anbieten.» Nur wenn das Gewerbe im Bucheggberg weiter besteht, bleibe der Bucheggberg lebendig. «Sonst drohen wir zum Schlafbezirk zu werden.»

Gewerbeausstellung Mehrzweckhalle Messen, Samstag 5. Mai (9 bis 21 Uhr) und Sonntag, 6. Mai (10 bis 17 Uhr)

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