Kriegstetten

Was geschieht mit der Poststelle?

Die Poststelle in Kriegstetten steht auf der Kippe, aber eine Agenturlösung mit Coop scheint nicht zustandezukommen.

Die Poststelle in Kriegstetten steht auf der Kippe, aber eine Agenturlösung mit Coop scheint nicht zustandezukommen.

Der Gemeinderat Kriegstetten berät das Budget und diskutiert über die Zukunft der Post.

Seit mehr als zwei Jahren ist bekannt, dass die Post das Filialnetz im Kanton Solothurn überprüft und dabei auch die Poststelle in Kriegstetten im Visier ist. Kriegstetten ist nach der Schliessung anderer Filialen heute auch zuständig für die Kundschaft aus Recherswil, Halten, Oekingen und aus den Drei Höfen. Die Kriegstetter wehrten sich für ihre Poststelle. 432 Personen haben eine Petition zum Erhalt der Poststelle unterschrieben und diese wurde der Post übergeben. Das war vor rund zwei Jahren. Seither habe man nichts mehr von der Post gehört, wie Gemeindepräsident Simon Wiedmer am Montagabend im Gemeinderat erklärte.

Er und Gemeindeschreiberin Margrit Jaggi hätten sich deshalb erkundigt, wie es nun konkret aussehe. Dabei habe die Post aufgezeigt, dass die von der Gemeinde favorisierte Agenturlösung für Kriegstetten nicht umgesetzt werden könne. «Offenbar will Coop keine Postagenturen mehr in ihren Läden.» Das wiederum würde bedeuten, dass in Kriegstetten der Hausservice eingeführt werden müsste. «Unserer Meinung nach muss die Post eine bessere Lösung finden. Kriegstetten hat doch eine gewisse Zentrumsfunktion. Wir werden erneut an die Post schreiben und versuchen auch Oekingen und Halten miteinzubeziehen.»

Erfolgsrechnung weist Ertragsüberschuss aus

Weiter hat der Gemeinderat Kriegstetten das Budget für 2020 verabschiedet. Bei einem Gesamtaufwand von 5,761 Mio. Franken und einem Ertrag von 5,840 Mio. sieht es einen Ertragsüberschuss von 79'383 Franken auf. Das Ergebnis sei etwas schlechter als im vorigen Jahr. Das sei aber auch auf die Steuersenkung von 124 auf 119 Prozent zurückzuführen. Immerhin weist Kriegstetten nach wie vor einen Selbstfinanzierungsgrad von 125,86 Prozent aus, was als «sehr gut» gilt.

In den einzelnen Funktionen weist die Erfolgsrechnung nur im Vergleich mit dem letzten Budget nur wenig Abweichungen auf. In der allgemeinen Verwaltung sinkt der Aufwand leicht. Dafür steigt er im Bereich Gesundheit stark an. Dies hat allerdings mit einer Neuorganisation der Kosten zwischen Kanton und Gemeinden zu tun. Erfreulich ist der Beitrag für die Sozialhilfe und das Asylwesen der von 764'700 Franken auf 575'444 Franken sinkt. Auch der Betrag für die gesetzliche wirtschaftliche Hilfe ist um 190'000 tiefer. Dafür sinkt auch der Betrag aus dem Finanz- und Lastenaugleich von 427'900 auf neu nur noch 179'200 Franken.

Ursprünglich war auch ein Planungskredit für den Bau einer Zweifachturnhalle und den Umbau der heutigen Turnhalle zu einem Mehrzweckraum in der Investitionsrechnung vorhanden. Dieses Vorhaben wurde aber um ein Jahr verschoben, weil noch zu viele Details offen sind. Die Investitionen belaufen sich deshalb nur noch auf 250'000 Franken. Ein grosser Teil davon fliesst in die Sanierung der Siegriststrasse.

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