Diese Woche ist auf dem Areal des sonderpädagogischen Zentrums  alles anders, denn der Zirkus ist da! Und bei weitem nicht nur irgendein Zirkus, sondern der Mitspiel-Zirkus Pipistrello.

Es geht laut zu und her auf dem Schulgelände an diesem Nachmittag. Die Kinder und Jugendlichen lachen und tollen herum. Am Morgen haben sie die verschiedenen Disziplinen, die in dieser Woche einstudiert und geübt werden, kennen gelernt und sich für eine entschieden. Zur Wahl stehen etliche Zirkusdisziplinen, vom Jonglieren, übers Seiltanzen bis hin zum Turnen am Trapez. In Gruppen, jede angeführt von einem Artisten des Circolino Pipistrello, werden sie in der Projektwoche selbst zu Artisten ausgebildet und können am Freitag im Rahmen einer Vorstellung für Familie und Freunde zeigen, was sie alles gelernt haben.

Akrobaten und Clowns

Julie Balmer ist die Leiterin der Projektwoche, sie erklärt: «Am Montag kam der Zirkus angefahren. Dann wurde zuerst das Zirkuszelt aufgestellt und alle Kinder und Jugendlichen haben mitgeholfen.» So hätten die zukünftigen Artisten einen Einblick in das komplette Zirkusleben erhalten.

Von Kindergarten bis Oberstufe sind alle Schülerinnen und Schüler mit dabei, das sind zirka 100 Kinder und Jugendliche. Da nur 80 im Zirkus mitwirken können, bietet die Schule selbst zusätzliche Ateliers an. Zum Beispiel das Atelier «Trommelbau», wo die Jungen eine eigene Trommel basteln können, oder das Atelier «Zirkustiere gestalten».

In den Ateliers sind die Kinder und Jugendlichen mit viel Eifer dabei. Auch in den artistischen Workshops ist einiges los. Die Seiltänzer und Seiltänzerinnen üben fleissig und lassen sich von Niederlagen nicht entmutigen, genau so wenig wie die Bodenakrobaten und -akrobatinnen. Mit jedem Versuch gelingen ihnen die Kunststücke besser. Ein Abstecher in die Schulküche zeigt: Auch hier ist etwas im Gange. Es duftet nach frischen Züpfe-Brötli und sogar selbst gemachte Lollipops werden hervorgezaubert. «Dieses Atelier sorgt dafür, dass alle mit einem Znüni versorgt werden, und an der Vorstellung wollen wir dann noch einen Kiosk machen», erklärt Balmer.

Eigene Ideen sind gefragt

Es folgt ein Besuch bei den Clowns. Diese haben als Einstiegsübung den Auftrag bekommen, die anderen zum Lachen zu bringen. Die Leiter der Workshops machen auch mit, es herrsch eine lockere Atmosphäre. Man merkt schnell, die Artisten des Circolino sind mit Herzblut bei der Sache. Freundlich und geduldig zeigen oder erklären sie den Kindern ein Kunststück und helfen ihnen anschliessend beim Üben. Ausserdem dürfen die Kinder und Jugendlichen allerlei ausprobieren und ihre eigenen Ideen mit einbringen. «Das ist uns vom Circolino Pipistrello sehr wichtig», erklärt Christina Oertle. «Wir kommen nicht mit einem fixfertigen Programm. Die Kinder helfen aktiv mit.» Familie und Freunde dürfen sich also auf eine interessante Vorstellung freuen.