Serie Bed & Breakfast
Warum die Gäste vom idyllischen Bucheggberger Kulturhof berührt sind

Doris Weyeneth geht mit dem Bed and Breakfast ihren eigenen Weg auf dem Kulturhof in Lüsslingen-Nennigkofen. Sie hat das Wohnhaus ihrer Eltern neu renoviert und seither kommen die verschiedensten Besucher auf den Hof.

Christoph Neuenschwander
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Doris Weyeneth vor dem Kulturhof.

Doris Weyeneth vor dem Kulturhof.

Christoph Neuenschwander

Serie Bed & Breakfast im Dorf nebenan

Oft lautet die Frage bei der Ferienplanung, ob man in der Schweiz bleiben oder doch lieber ins Ausland reisen will. Aber haben Sie sich schon einmal Gedanken über Urlaub im Nachbardorf gemacht? In einer Serie stellen wir Ihnen die «Bed and Breakfasts» in der Region vor und die Menschen, die dahinter stecken. Den Auftakt machte Eva Beck mit ihrem Gästehaus Sonne (29. Juli). Es folgten der Aarhof der Familie Lüthi-Probst in Bellach (4. August), Gaby Rossmann in Rüttenen (6. August) und Regula und Sebi Singh-Steinemann in Derendingen (8. August). (cnd)

Seit sieben Jahren führt Doris Weyeneth den Hof ihrer Eltern, der lange auch ein Restaurant war, in einer 3-Frauen-GmbH. Zusammen versuchen sie immer wieder, aus dem, was da ist, Neues zu schaffen. Im ersten Stock waren früher die Privatzimmer der Familie, später wurden daraus Personalwohnungen. Dann lagen die Räume für eine Weile brach. «Als ich mich entschloss, hierzubleiben, wusste ich, dass ich meinen eigenen Weg gehen will», erzählt Doris Weyeneth. «Wir haben dann angefangen, den oberen Stock sanft zu renovieren.» So entstand das Bed and Breakfast, das mit seinen sechs Zimmern und zwölf Betten Platz für zwanzig Personen bietet.

Paradies im ersten Stock

«Was mich von Anfang an interessiert hat, sind die Begegnungen, die sich hier ergeben. Es geht nicht nur darum, was ich will. Sondern: Was wollen die anderen, mit welchen Ideen kommen die Leute auf mich zu?» So ist der Kulturhof Weyeneth denn auch weit mehr als bloss ein BnB. Er ist ein Ort, wo sich eine Spielgruppe und ein Steinhauer, Touristen, Kursteilnehmer und Hochzeitsgesellschaften tummeln. «Die Menschen sind berührt von diesem Ort. Das war immer so, auch schon bei meinen Eltern, und das schätze ich sehr», sagt Doris Weyeneth, die selbst auch Vegi-Kochkurse und Ernährungsberatungen anbietet.

Sie legt die Ringelblumen beiseite und geht die Treppe hoch, wo tagsüber die Spielgruppe ist. Dahinter befindet sich das Familienzimmer. Weyeneth schmunzelt. «Familien, die im BnB übernachten, dürfen das Zimmer der Spielgruppe auch nutzen. Die Kinder fühlen sich immer wie im Paradies, wenn sie die Treppe hochkommen und das Zimmer sehen.»

Kundschaft via viele Kanäle

In einem Zimmer mit altem Kachelofen setzt sie sich aufs Bett und schaut aus dem Fenster. «Wir sind überall dabei, bei BnB Schweiz, Region Solothurn Tourismus, ‹Der andere Hotelführer› und vielem mehr. Es ist spannend, zu sehen, welche Plattform welche Besucher bringt und was am besten zu uns passt.» Am effizientesten sei aber noch immer die Mundpropaganda. Denn der Kulturhof Weyeneth wird weiterempfohlen, ob als BnB oder Veranstaltungsort für Firmenfeiern, Geburtstage oder Kurse. Und beliebt ist der idyllische Hof im Bucheggberg auch immer wieder bei Menschen, die sich einfach mal eine Auszeit gönnen wollen.

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