Die Feuerwehr muss weiterhin auf ein neues Tanklöschfahrzeug warten. Dies beschloss der Gemeinderat an seiner Sitzung. Demnach habe die Gebäudeversicherung erklärt, dass ein kleineres Fahrzeug genügen könnte. Die von einer Arbeitsgruppe bearbeiteten drei Offerten bewegen sich beim Preis für das Fahrzeug um eine halbe Million Franken. Laut Gemeindeverwalter Kurt Kohl soll nun eine Nachausschreibung erfolgen.

Noch drastischer formulierte es die Finanzkommission in ihrer Stellungnahme zum Budget 2017, die mit zwei Anträgen endete. «Ein Festhalten an der eigenen Feuerwehr in der heutigen Form soll durch die Feuerwehrkommission geprüft und begründet werden», lautete ein Antrag. Laut einer Rechnung der Kommission unter dem Präsidium von Rolf Truninger könnten 260 000 Franken jährlich eingespart werden.

Ebenso beantragt wurde die Verschiebung der Investition Tanklöschfahrzeug, bis geklärt ist, ob Langendorf weiter eine eigene Feuerwehr betreiben will. Beide Anträge wurden aber vom Gemeinderat abgelehnt. So wurde schon vor Jahren eine Fusion erörtert, ohne dass Interesse von anderen Gemeinden gezeigt worden sei.

«Damals kam nichts Zählbares dabei raus», so Kurt Kohl. Zählt Langendorf weiterhin auf eine eigene Feuerwehr, wird sie nicht um diese Investition herumkommen. Laut Gebäudeversicherung brauche eine Gemeinde dieser Grösse ein eigenes Tanklöschfahrzeug.

Rosige Finanzaussichten

Je länger das Jahr dauert, desto rosiger sind die Aussichten. Der Gemeinderat korrigierte in seiner Budgetberatung nochmals die Steuereinnahmen – um 100 000 Franken nach oben. So soll im kommenden Jahr der Ertragsüberschuss bei zirka 470 000 Franken liegen. Auch für das aktuelle Jahr sei eine Verbesserung des Budgets in Sicht, so Kohl. Dies vor allem wegen der Nachtaxationen.

Korrekturen erfährt auch die Investitionsrechnung. Angepasst wird der Kredit Erweiterung Kindergarten Weihermatt. So informierte die Spezialkommission Schulraumerweiterung, dass sie neu den 4. Kindergarten nicht in der Weihermatt integrieren will, sondern den Bau eines neuen Schulhauses mit Kindergarten favorisiere. Eine entsprechende Vorlage soll in der nächsten Gemeinderatssitzung auf dem Tisch liegen. Damit erhöht sich die Investitionsrechnung von netto 1,846 auf 2,05 Millionen Franken.

Nach der Kenntnisnahme der Kündigung des Gesamtschulleiters Silvan Jäggi auf Ende Jahr wurde über die im letzten Gemeinderat zur Überarbeitung zurückgewiesene Schulvorlage entschieden. Der ursprüngliche Antrag auf eine Pensumserhöhung der Schulleitung Primarschule/Kindergarten Langendorf und Primarschule/Kindergarten Oberdorf um 10 auf 100 Prozent wurde unverändert übernommen.

Gesenkt wurde der Antrag um eine Pensenerhöhung Schulsekretariat von ursprünglichen 60 Prozent auf 48 Prozent. Der Gemeinderat genehmigte nun beide Anträge, wobei der zweite auf 50 Prozent erhöht wurde. Die Schulleitung erhält künftig 100 Stellenprozente und das Sekretariat 110.