Jeden Monat übernimmt ein Mitglied Vorbereitung und Durchführung der Tour, die Interessierten aller Altersstufen offensteht. «Bisher entstand noch nie ein Mangel darin, eine Leitung für die Ausflüge zu finden. Ganz im Gegenteil: Es ist höchst spannend, verschiedene Leitungspersonen zu erleben – und wir sind noch nie auf der Autobahn gelandet», sagt Brunner, der sich selbst schmunzelnd als «chuchigeräuchtes» Subinger Urgestein bezeichnet.

Seit 19 Jahren gehört der frühere Verantwortliche für das Postbüro der Firma Sulzer zu den «Stieren» und ist ihr mitwanderndes Archiv. Denn den Grossteil der bisherigen 470 Wanderungen hat er liebevoll protokolliert und in Jahres-Wanderbüchern festgehalten, die er in zwei Kisten hütet. Er ist es auch, der Zusammenkünften und der Jubiläumsfeier mit seiner Dichter-Ader ein besonderes Gepräge verliehen hat. Aufgezählt und gewürdigt hat er die früheren Leiter wie Walter Aebi, Hans Frutig, Hansruedi Grünig, Robi Berger, Paul Hess und Werner Heiniger, welche die freie Wandergruppe unterschiedlich lange führten. Als sich danach niemand mehr für das Leiter-Engagement fand, setzte sich eine Initiative durch, die Wanderleitung individuell in unterschiedliche Hände zu legen. Seither tragen alle zum Gelingen bei. Die Gemeinde, die ihren «Wappen-Stier» im Gruppennamen so würdig vertreten sieht, finanziert jeweils die im «Azeiger» publizierte Einladung zur Wanderung.

«Bei uns sind alle willkommen», sagt auch Hugo Kohler, der für die Inserate zuständig ist. Auch er plante und leitete schon mehrere Wanderungen, die weit übers Wasseramt hinausführten. «Als früherer Mitarbeiter bei Astrada habe ich beruflich viele wandergeeignete Gegenden kennen gelernt, die ich jetzt gerne zeigen möchte.»

Männer und Frauen sind willkommen

«Das weibliche Geschlecht ist bei uns sehr gut vertreten und stellt natürlich auch Wanderleiterinnen.» Rekognosziert und abgegangen werden müsse die Wanderstrecke für alle Wetterlagen. Auch die Wegbeschaffenheit sei wichtig, weil regelmässig ein Rollstuhlfahrer mit von der Partie sei. Und nicht zuletzt müsse die Tour auch ein Zvieri-Restaurant umfassen. Denn bei aller sportlichen Gesundheitspflege und Naturliebe sei der gesellige Teil doch ebenso wichtig. Gekrönt wird das Wanderjahr von einem Schlusshöck mit einem gereimten Blick zurück auf alles darin Erlebte.

Der nächste Wanderanlass findet am 8. August statt. Alle, die mitmachen wollen, sind eingeladen. «Und versprochen: Wandern in unserer Gemeinschaft erhält jung», bekräftigen Brunner und Kohler.