Bellach
Während einer Probephase soll Licht nachst abgeschaltet werden

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Zwischen Mitternacht und 5 Uhr soll das Licht ausgeschaltet werden.

Zwischen Mitternacht und 5 Uhr soll das Licht ausgeschaltet werden.

mhu/Archiv az

Viele Fragen und noch keine Antworten – der Gemeinderat diskutierte die Installation einer Mobilfunkanlage. Die Anfrage erfolgte im Auftrag der Swisscom. Das bestehende Netz soll optimiert werden, dazu würden sich besonders die Standorte Dorfstrasse 7 (Schulhaus II) oder Kaselfeldstrasse 20 (Schulhaus) eignen. Die beiden Liegenschaften seien topografisch ideal gelegen. Geboten würden 5000 Franken Mietzins für die benötigte Fläche von zirka 6 Quadratmeter Land für den Mast. Für Mensch und Tier bestehe keine Gefahr wegen gesundheitsschädlichen Immissionen.

Gemeindepräsident Roland Stadler suchte einen Entscheid im Gemeinderat, den er aber nicht erhielt. «Der Gemeinderat hat das Geschäft zurückgenommen.» Zu viele Fragen konnten nicht beantwortet werden. «Es wurde so viel diskutiert, dass ich die Fraktionen angewiesen habe, mir bis Mitte Januar einen Fragekatalog zu erstellen.» Das Geschäft soll danach nochmals in den Gemeinderat kommen.

Irrtum von Felix Glatz-Böni

Erwähnenswert ist eine Korrektur im Protokoll der letzten Gemeinderatssitzung durch Felix Glatz-Böni. Damals wurde seine Interpellation behandelt. Darin fragte er unter anderem, wie viele zusätzliche Stunden der frühere Gemeindepräsident Anton Probst nach seinem Rücktritt leistete, und warum diese Arbeiten nicht bereits in der dreimonatigen Übergangszeit erledigt wurden. Dabei erwähnte Felix Glatz-Böni, dass Probst für die dreimonatige Übergangszeit zirka 64'000 Franken sowie für die anschliessend geleisteten Stunden 26'000 Franken erhalten habe, insgesamt also 90'000 Franken.

Nach Rücksprache mit dem Finanzverwalter müsse er die Zahlen korrigieren. Demnach seien Probst brutto von Januar bis März Fr. 46'633.20 und von April bis November Fr. 22'753.40, also total nur Fr. 69'386.60 ausbezahlt worden. Effektiv ausbezahlt worden seien ihm Fr. 66'272.85, teilt Anton Probst mit.

Sparen mit Licht löschen

Ebenso heftig wie die Mobilfunkantenne hat der Gemeinderat die Nachtabschaltung der Strassenbeleuchtung diskutiert. Die Arbeitsgruppe Energie und Mobilität stellte den Antrag, während einer Versuchsphase von mehreren Monaten nachts die Beleuchtung von Mitternacht bis 5 Uhr abzuschalten. Die Bevölkerung wird mit Inserat und Flyer informiert und gleichzeitig ermuntert, Stellung zu beziehen.

Die Rückmeldungen werden nach drei Monaten ausgewertet, um danach dem Gemeinderat eine Weiterführung oder ein Abbruch der Nachabschaltung zu empfehlen. Grundsätzlich sei es eine Sparmassnahme, so die Arbeitsgruppe in ihrem Antrag. Der Gemeinderat hat der Nachtabschaltung zugestimmt.

Verabschiedet wurde an der Sitzung noch Vizegemeindepräsident Stefan Henzi (CVP). Sein Rücktritt hat eine Reihe von Mutationen ausgelöst, die alle vom Gemeinderat genehmigt wurden. Sein Platz im Gemeinderat übernimmt Pius Rüttimann (bisher 1. Ersatz). Ersatzgemeinderat wird André Schneeberger. Und in die Gemeinderatskommission rückt Stefan Mollet nach (bisher Ersatz). (uby)

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