Halten

Wachstum versus ländlicher Charakter: Das sind die Kandidierenden für den Gemeinderat

Welche Partei wird sich dieses Jahr in Halten durchsetzen können?

Welche Partei wird sich dieses Jahr in Halten durchsetzen können?

Behält die CVP ihre drei Sitze im Gemeinderat von Halten oder gibt sie einen an die FDP oder die SP ab?

In den letzten vier Jahren hatte die CVP mit drei Sitzen die Mehrheit im fünfköpfigen Gemeinderat. Nun tritt aber Gemeindepräsident Eduard Gerber, der damals viele Zusatzstimmen holte, nach 12 Jahren zurück, und auch Daniel Müller hat nach vier Jahren genug. «Wir haben eigentlich nie Parteipolitik betrieben», so Gerber, der auch CVP-Parteipräsident ist.

Dass die CVP vor vier Jahren einen dritten Sitz holte, war laut Gerber eher Zufall. «Wir sind zufrieden mit zwei Sitzen», meint er denn auch. Immerhin hat die CVP mit Vizegemeindepräsident Beat Gattlen ein Schwergewicht auf der Kandidatenliste. Wenn es um die Zukunft Haltens geht, dann kommt Eduard Gerber aber doch ins Politisieren. «Die CVP hätte gerne ein moderates Wachstum für das Dorf. In fünfzehn Jahren soll die Bevölkerung auf gegen 1000 Leute anwachsen», so Gerber. Die SP wolle hingegen gar kein Wachstum und einen Ballenberg aus Halten machen.

Keine neuen Bauzonen

Damit ist Daniela Gilgen (SP-Präsidentin und bisherige Gemeinderätin) nicht zufrieden. «Wir möchten, dass Halten seinen ländlichen Charakter behält. Bestehendes Bauland kann überbaut werden. Aber gegen das Erschliessen neuer Bauzonen wehren wir uns.» Ein Dauerthema sei sicher auch die Schule, für die ein neuer Vertrag zwischen Kriegstetten, Halten und Oekingen erarbeitet werde. Schliesslich setzt sich die SP für einen besseren öffentlichen Verkehr ein und unterstützt den Volksauftrag, den die SP Wasseramt lanciert hat. «Wir haben gute Chancen, einen zweiten Sitz zu holen», ist sich Gilgen sicher. Je nach Wahlergebnis kann sich die Parteipräsidentin auch vorstellen, dass sich die SP für das Vizegemeindepräsidium zur Verfügung stellt.

Die FDP hat mit zwei Leuten die kleinste Liste. Parteipräsident Emanuele Coppe hofft trotzdem, dass die FDP den Sitz, der vor vier Jahren verloren ging, wieder holen kann. Christoph Moser tritt erneut an. Auch er spricht die Ortsplanung als eines der wichtigsten Themen an. «Die bestehenden Flächen ausnützen und verdichtet Bauen. Keine Ausdehnung der Siedlungsgrenze», ist sein Credo. Moser möchte zudem den Steuerfuss mindestens halten, lieber senken, in die Infrastruktur investieren und Zusammenarbeit in der Region nützen, wo es Vorteile für die Einwohner bringt. Peter Fehlmann, als zweiter Kandidat, ist mit diesen Aussagen einverstanden und möchte zusätzlich auch noch das kulturelle Leben in der Gemeinde und damit verbunden die Vereine fördern.

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