Ortsplanung

Wachstum soll in Oekingen nicht «künstlich» gebremst werden

Es ist vorgesehen im Rahmen der Opla-Revision eine Bautiefe der Oeba-Fläche Sportplatz umzuzonen in W2.

Es ist vorgesehen im Rahmen der Opla-Revision eine Bautiefe der Oeba-Fläche Sportplatz umzuzonen in W2.

Die Ortsplanungsrevision von Oekingen ist flott unterwegs. Gerade wurde die Mitwirkungsphase abgeschlossen.

Laut Gemeindepräsident Etienne Gasche haben 26 Einwohnerinnen und Einwohner Mitwirkungseingaben eingereicht, die nun vom Gemeinderat zur weiteren Bearbeitung an die eingesetzte Arbeitsgruppe überwiesen wurden.

Die Revision der Ortsplanung ist eine gute Gelegenheit, die Grösse der Gemeinde zu steuern. Oekingen wuchs in den letzten 25 Jahren, laut Bericht zur Ortsplanungsrevision, im Schnitt um 1,5 Prozent pro Jahr. Das Wachstum hat sich aber gerade in den letzten Jahren verstärkt. In den nächsten 15 Jahren will man die Tausendergrenze in der Bevölkerungszahl übertreffen. Heute zählt die Gemeinde rund 840 Einwohnerinnen und Einwohner. In den Prognosen wird von einem jährlichen Wachstum zwischen 1,4 und 1,9 Prozent ausgegangen. In 15 Jahren soll Oekingen zwischen 1033 und 1119 Einwohner haben.

Wachstumspotenzial vorhanden

Vordringliches Ziel sei es, laut Bericht, das Wachstum, welches in den letzten Jahren in Oekingen stattgefunden hat, nicht künstlich zu bremsen. Das bisherige Wachstum hat sich grossmehrheitlich innerhalb des Siedlungsgebiets abgespielt. Die Gemeinde hat immer noch grosses Wachstumspotenzial innerhalb des aktuellen Siedlungsgebiets. Das gewünschte Wachstum könne ohne Beschneidung der umliegenden Natur und Landschaft auch langfristig fortgesetzt werden. Die Gemeinde verfügt zudem über keine Landreserven, welche sie als Kompensation für eine allfällige Einzonung einsetzen kann.

Ohne Einzonungen bleiben als Werkzeuge für die Steuerung der Entwicklung Umzonungen sowie eine Anpassung der Nutzungsmöglichkeiten mit der Änderung der Baumassenziffern im Zonenreglement. Daneben will die Gemeinde auch ihren Möglichkeiten entsprechend gegen die Baulandhortung vorgehen.

Einfamilienhaus-Dorf

Stilles Gewerbe bleibt weiterhin in der Kern- oder sogar Wohnzonen zulässig. Ziel der Planungsbehörde ist es, den Zentrumsbereich bis zur ehemaligen Käserei (Horriwilstrasse) zu erweitern. Eine Ansiedlung von Gewerbe wird mit der vorliegenden Ortsplanungsrevision nicht beabsichtigt. Ein konkretes Anliegen würde aber zur gegebenen Zeit geprüft.

Eine Nachverdichtung des bebauten Gebietes wird in Oekingen nicht in den nächsten 15 Jahren erfolgen. Die bestehenden Wohnquartiere, meistens bestückt mit Einfamilienhäusern, werden grösstenteils über die nächsten Jahrzehnte erhalten bleiben. Veränderungen ergeben sich primär mit Ersatzneubauten, mit grösseren Umbauprojekten oder bei einer Arealüberbauung. Im Zonenreglement werden zugunsten solcher Vorhaben Ausnahmen vorgesehen oder Nutzungsbonus erteilt.

Die Wohnzone W1 aber wird nicht angetastet, obwohl diese Grundnutzung dem Anspruch einer inneren Verdichtung widerspricht, so der Wortlaut im Bericht. Teilweise wurden die Bauten erst innert der letzten fünf Jahre errichtet. In den noch verbleibenden Baufeldern neu 2-geschossige Bauten zu zulassen, wäre gegenüber den heute bestehenden Liegenschaften einschneidend und wertvermindernd. Zudem liegt die Wohnzone W1 gegenüber dem restlichen Dorf an leicht erhöhter Lage. 2-geschossige Bauten würden sehr stark in Erscheinung treten und das Dorfbild massgeblich prägen.

Aus diesen Gründen halten die Planungsbehörden, entgegen der sonstigen Bestrebung zur inneren Verdichtung, an der Wohnzone W1 fest. Auf eine generelle Erhöhung der maximalen Geschosszahl wurde schliesslich verzichtet, weil dies ein zu massiver Eingriff in ein harmonisches Dorfbild darstelle. Dafür soll im Ortskern konzentrierte Entwicklung gefördert werden.

Die Behörden haben sich entschieden, im Kreuzungsbereich Horriwilstrasse/Kriegstettenstrasse eine neue Kernzone Entwicklung einzuführen. In dieser sollen 3-geschossige Baukörper zugelassen werden. Mit dem Nutzungsbonus für Arealüberbauungen mit einem Gestaltungsplan wären sogar Lösungen mit 4-geschossigen Bauten denkbar.

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