«Hoffen wir, dass das Jahr zwischen März und Dezember schnell vorbeigeht.» Mit diesem Stossseufzer beendete Gemeindepräsidentin Anita Panzer die Informationsveranstaltung zum Bauvorhaben Baselstrasse und zur Sanierung der Bahnübergänge für das «Bipperlisi». Nötig sei viel Geduld von allen Beteiligten. «Der Baustart für die erste Phase ist für den 29. Februar vorgesehen», informierte Planer Markus Hostettler die 46 Veranstaltungsbeteiligten in der Turnhalle Feldbrunnen.

Ausführlich zeigte er auf, welche Massnahmen bis Juni im Strassenabschnitt Villa Serdang bis Voegelisholz vorgesehen sind. In dieser Zeit läuft der Verkehr auf der Baselstrasse noch zweispurig auf den auf eine Breite von 3,10 Metern begrenzten Fahrbahnen. Die gleichzeitig beginnende Sanierung der Bahnübergänge führt allerdings zu Einschränkungen für private Anstösser auf dem südlich der Bahnlinie verlaufenden Weg.

Behindert oder zeitweise gesperrt sind dann die Zufahrten zu dortigen Liegenschaften. Für alle Arbeiten im Strassenbereich hat das Kantonalamt für Tiefbau die Federführung, für den Bahnteil liegt die Verantwortung bei der Aare Seeland mobil AG (asm).

Die zweite Phase von Juni bis Dezember bringt deutlich mehr Eingriffe in das Verkehrsgeschehen. Dann nämlich wird der Verkehr von Solothurn in Richtung Riedholz innerorts nur einspurig ermöglicht, während der Verkehr Richtung Solothurn schon im Hinterriedholz über Luterbach, Zuchwil umgeleitet wird. In dieser Zeit benutzen Lastwagen aus beiden Fahrrichtungen grundsätzlich die signalisierte Umleitungsstrecke. Während das «Bipperlisi» im normalen Betrieb fährt, umfährt das Postauto via Möslistrasse in Feldbrunnen von Riedholz her die Baustelle.

Ebenso ist dies den örtlichen Automobilisten mit ihrer Vignette Längweg gestattet, wenn sie von Riedholz her ins Dorf einfahren. «Einbahnregime und Durchfahrberechtigung auf der Möslistrasse werden kontrolliert», warnte die Gemeindepräsidentin fremde Automobilisten. Der Velo-/Mofaverkehr ist auf der Möslistrasse jedoch in beiden Richtungen erlaubt. Alle Verkehrsteilnehmer sind bei Tempo 30 wie bisher zu grosser Rücksicht gegenüber Schulkindern aufgefordert, wie eine an der Informationsversammlung teilnehmende Mutter in Erinnerung rief.

Der Südteil des Dorfes wird in der Zeit nur über den Übergang Sandmattstrasse erreichbar sein. An diesem «Nadelöhr» befürchteten Versammlungsbeteiligte deutliche Stauanfälligkeit.

Fluchtverkehr?

Ob die von St. Niklaus am Schloss Waldegg nach Riedholz vorbeiführende Riedholzstrasse demnächst von zunehmendem Ausweichverkehr belastet wird, konnte nicht eindeutig quantifiziert werden. «Aber wir behalten das – ebenso wie die Behörden in Riedholz – im Auge, um Mehrverkehr zu unterbinden», hiess es von den Referenten zu dann nötigen Verkehrslenkungsmassnahmen.

Grundsätzlich legte Anita Panzer den «Feldbrünnelern» ans Herz, bei auftretenden Problemen zügig das Gespräch zu suchen: sei es mit der Gemeindeverwaltung oder den Verantwortlichen der beiden Bauherrschaften vor Ort, deren Namen und Telefon bekannt sind.

Unterführung benützen

«Benutzen Sie immer die Fussgängerunterführung unter der Baselstrasse, die beide Ortsteile verbindet», lautete ein eindringlicher Rat. «Doch der schön geputzte Tunnel ist nicht behindertentauglich», wandte ein Anwesender mit Blick auf Rollatoren und Kinderwagen ein. «Dafür müssen wir dann je nach Baufortschritt wechselnde, aber signalisierte Fussgängerstreifen über die Baselstrasse offenhalten», hiess die Antwort.

«Bei allen auftretenden Schwierigkeiten wird unser Baustellenpersonal helfen.» In Vorbereitung seien individuelle Lösungen und Alternativen für Parkplätze, die für eine gewisse Dauer nicht mehr benutzt werden können. Auch Lieferungen per Schwerverkehr wie etwa durch Tanklaster könnten während der Bauzeit in gegenseitiger Absprache geregelt werden.

Noch keine Synchronisierung

Angesprochen wurde das Dauerthema «zu lange Schliessung der Barrieren» aus der Mitte der Versammlung. Die Synchronisierung für beide Übergänge im Ortsgebiet sei steuerungstechnisch gegenwärtig noch nicht zu verändern, erklärte der asm-Vertreter. «Der dadurch entstehende Zeitverlust ist aber minimal», meinte er tröstend. Noch nicht im Bauprogramm enthalten ist die erwünschte Verbreiterung des südlich der Bahnlinie verlaufenden Trottoirs von St. Katharinen her.

Abschliessend interessierte die Kostenwahrheit Teilnehmende wie den früheren Fiko-Präsidenten Heinz Frech. «Rund 4,5 Mio. Franken total für Strasse und Bahnübergänge», so die Antwort. Die Gemeinde leistet einen Beitrag von 800 000 Franken. Die endgültigen Deckbeläge für Strasse und Bahnübergänge werden erst 2017 aufgebracht.