Halten
Voranschlag 2015: Fast ausgeglichenes Ergebnis in Sicht

Der Voranschlag verzeichnet in Halten einen leichten Aufwandüberschuss, aber die Kennzahlen sind immer noch gut.

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Die beiden grössten Brocken Bildung und Soziale Wohlfahrt machen in Halten rund 80 Prozent des ganzen Aufwands aus. (Symbolbild)

Die beiden grössten Brocken Bildung und Soziale Wohlfahrt machen in Halten rund 80 Prozent des ganzen Aufwands aus. (Symbolbild)

Keystone

«Unspektakulär und ohne grosse Veränderungen, aber nicht mehr so positiv wie im Vorjahr», so fasste Beat Gattlen vom Ressort Finanzen den Voranschlag 2015 zusammen. Dieser weist mit einem Aufwandüberschuss von 12 100 Franken ein knapp ausgeglichenes Ergebnis aus. Geplant ist ein Gesamtaufwand von rund 3,8 Millionen Franken.

Die beiden grössten Brocken Bildung und Soziale Wohlfahrt machen rund 80 Prozent des ganzen Aufwands aus und seien nicht zu beeinflussen. Die Bildungskosten sind rund 17 000 Franken höher als im Vorjahr, was vor allem aus Anpassungen von Pensen und Gehältern bei Lehrpersonen sowie aus dem Unterhalt von Schulanlagen und Mehrzweckhalle resultiert. In der Mehrzweckhalle sind neue Einbauschränke, Geländer und Abfalleimer geplant.

Die Kosten für die Soziale Wohlfahrt sind hingegen um 19 000 Franken gesunken und betragen total rund 740 000 Franken. «Im Unterhalt der Strassen sind diverse Reparaturen vorgesehen», informierte Beat Gattlen vom Ressort Finanzen weiter. Zudem sollen im Dorfkern etwa 14 Strassenlampen mit LED-Licht ersetzt werden.

Luft wird dünner

Der Steuerfuss bleibt auf 120 Prozent bestehen, das Nettovermögen pro Kopf beträgt 381 Franken und die Kennzahlen sehen positiv aus. Trotzdem erklärte Gattlen bezüglich dem Cashflow: «Die schönen Jahre der Bautätigkeit sind vorbei, die Luft wird im finanziellen Bereich dünner und dass wir letztes Jahr den Steuerfuss reduziert haben, fällt auch langsam ins Gewicht.»

Gemeindepräsident Eduard Gerber betonte abschliessend, dass das Budget massiv schlechter aussehen würde, wenn der neue Finanzausgleich an der Abstimmung vor zwei Wochen nicht angenommen worden wäre. «Dann hätten wir die 147 000 Franken aus dem Finanzausgleich nicht erhalten», betonte er, der Aufwandüberschuss wäre um diesen Betrag höher.

Die Nettoinvestitionen kommen auf 107 500 Franken zu stehen. Davon sind 105 000 Franken für die Drainage und Erweiterung Fussballplatz gesprochen worden, wobei damit gerechnet werden kann, dass von Nachbargemeinden und Sport Toto auch Geld zurückfliesst. Weiter sollen die Feinbeläge Hostet und Jurastrasse sowie das räumliche Leitbild umgesetzt werden. Die 33 anwesenden Stimmberechtigten haben den Voranschlag einstimmig genehmigt.

Abfallgebühren erhöht

Ausserdem hat die Gemeindeversammlung die Änderung des Abfallreglements genehmigt. Die Gemeindepunkte werden abgeschafft, künftig gibt es nur noch Grundgebühren. Die bisherige Handhabung sei einerseits administrativ sehr aufwendig, andererseits mache die Summe des Ertrages der Punkte nur einen Fünftel der Grundgebühren aus. Dass alle KEBAG-Kehrichtsäcke – unabhängig von der Grösse – einen Punkt à 60 Rappen benötigen, widerspreche zudem dem Verursacherprinzip, so Gemeinderat Daniel Müller. Die Abschaffung der Punkte erfordert eine Erhöhung der Grundgebühren um rund 20 Prozent.

Im Weiteren wurde die Dienst- und Gehaltsordnung insofern geändert, dass Anzeigerverträger und Dorfweibelin künftig nach Aufwand und nicht mehr pauschal entlöhnt werden. (lrb)