Verena Meyer-Burkhard

Von Rede zu Rede: Die Kantonsratspräsidentin reist am 1.August mit dem Chauffeur

Unterwegs am 1. August mit Kantonsratspräsidentin Verena Meyer-Burkhard in Buchegg, Messen und auf dem Bleichenberg (Biberist, Derendingen, Zuchwil).

Der Kantonsratspräsident oder, wie in diesem Jahr, die Kantonsratspräsidentin dirigiert nicht nur den Kantonsrat. Die höchste Solothurnerin repräsentiert in ihrem Amtsjahr auch den Kanton bis in den hintersten Winkel. Verena Meyer-Burkhard macht da keine Ausnahme. Quasi der Tag der Tage ist der 1. August. Anfrage für Reden an Bundesfeiern erhielt sie von zwei Gemeinden. «Messen hat mich schon vor einem Jahr gefragt.» Hinzu gekommen ist die Bundesfeier auf dem Bleichenberg der Gemeinden Biberist, Derendingen und Zuchwil. Nicht nehmen lassen wollte sie sich aber die 1.-August-Feier in Buchegg, die im Dorfteil Bibern stattfand.

Hier schlüpfte sie in die Rolle der Gemeindepräsidentin, begrüsste fast jeden einzeln, um anschliessend verkünden zu können, dass Leute von allen zehn Dorfteilen gekommen seien. Sie eröffnete die Feier, die wegen ihr aber auch wegen der Musikgesellschaft Lüterswil, die andernorts einen weiteren Auftritt hatte, etwas gar früh angesetzt war. So intonierte sie bereits kurz vor sieben Uhr mit den zu diesem Zeitpunkt anwesenden 150 Besuchern die Nationalhymne. Dann ging es bereits weiter.

Damit sie das grosse Pensum auch bewältigen konnte, liess sie sich von Chauffeur Remo Lustenberger samt Staatskarosse von Ort zu Ort fahren.

"Drauflos radeln ohne Angst"

Nun gings wirklich in einen der hinteren Winkel im Kanton. Die zweite Station war das Nachbardorf Messen, genau genommen der Wagenschopf von Konrad und Daniel Wyss in Balm bei Messen, einem fusionierten Dorfteil von Messen. Dort warteten gegen 250 Personen auf ihre Festansprache. Umrahmt vom Spiel der Musikgesellschaft Messen, die ebenfalls einen weiteren Auftritt an diesem Abend haben sollte – man teilt sich halt die immer rarer werdenden Musikgesellschaften – machte Verena Meyer-Burkhard in ihrer Festansprache eine «Liebeserklärung an die Schweiz und den Staat Solothurn». Sie erinnerte sich an ihren Arbeitsweg, den sie mit dem Fahrrad nach Lüterswil bewältigt, und sie zählte auf: «Die Strasse ist im Vergleich zum Ausland in einem guten Zustand. Die Landschaft ist wunderschön und dazu trägt vielleicht auch die Gesetzgebung mit bei. Die Arbeitslosigkeit ist rekordtief. Und ich kann drauflosradeln ohne Angst, auf eine Mine zu fahren. Wir haben seit Jahren Frieden.»

Kaum hat die Rede geendet, geht die Fahrt weiter. Wer Verena Meyer-Burkhard genauer kennt, ahnt vielleicht, dass sie sich zu schade ist, die Balmer Rede auf dem Bleichenberg aufzuwärmen. Dort erinnerte die Kantonsratspräsidentin an den Ursprung der Bundesfeier, die erst im 19. Jahrhundert eingeführt wurde. «Damals wollte man die verschiedenen Völkerschaften der Schweiz ohne Unterschied von Sprache und Konfession zusammenführen, quasi völkerverbindend wirken.» Das soll auch heute gelten. Sie erinnerte aber auch an die Vorteile der Demokratie und warb dafür, an demokratischen Prozessen teilzunehmen. «Nur wer sein Haus liebt, pflegt es. So ist es auch mit dem Staat Schweiz.»

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