Deitingen
Von Polizei gestoppt: 43 Kilometer vor dem Ziel war für die Häuser auf Rädern erst einmal Pause angesagt

Gleich vier Kleinhäuser wurden am Donnerstag aus Deutschland nach Deitingen gebracht. Die Ankunft erfolgte jedoch nach einigen Verzögerungen, denn die Polizei hatte den Konvoi im Aargau gestoppt.

Urs Byland
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Die Gurten des Pneukrans werden am Kleinhaus befestigt.
8 Bilder
Das zweite von vier Kleinhäusern wird an seinen Platz gehievt
Das muss natürlich dokumentiert werden
Mit Präzision und Muskelkraft an die richtige Position
In Deitingen werden vier Kleinhäuser installiert
Milimeterarbeit ist gefragt
Das dritte von vier Kleinhäusern wird vorbereitet
Die Gurten des Pneukrans werden am Kleinhaus befestigt.

Die Gurten des Pneukrans werden am Kleinhaus befestigt.

Hanspeter Bärtschi

Sie sind im Trend und werden immer häufiger in die Landschaft gestellt: Kleinhäuser für Singles, Paare oder Senioren. In Deitingen wurden am Donnerstag gleich deren vier Stück angeliefert und auf einem schmalen Restgrundstück als Renditeobjekte platziert. Mit einem Schwertransport in Polizeibegleitung hätten die Häuser bereits am Mittwoch angeliefert werden sollen. Der fast 100 Meter lange Konvoi wurde aber um 5 Uhr morgens in Oberentfelden, nur 43 Kilometer vor dem Ziel in Deitingen, von der Polizei gestoppt.

Der Spezialtransport wurde in der Nacht wegen einer Tunnelsperrung in Schaffhausen aufgehalten und schaffte es nicht mehr, vor dem einsetzenden Berufsverkehr den Bestimmungsort zu erreichen. «Trotz umfangreicher Planung durch die Speditionsfirma, die Kantonspolizei und das Bundesamt für Strassen können solche Verzögerungen nicht vermieden werden», erklärt Unternehmer Hans Brüngger, der in Lenzburg die Firma kleinhaus.ch mitbetreibt.

Am Donnerstag klappt es nun. Die Kleinhäuser wurden mit dem Hebekran auf das Grundstück gestellt. Ein Kleinhaus steht nun auf dem bereits bestehenden Garagengebäude. Daran anschliessend sind zwei Kleinhäuser aufeinander hingestellt worden. Das vierte Gebäude folgt in gleicher Richtung auf der länglichen Parzelle.

Für die Lieferfirma kleinhaus.ch, welche die vorfabrizierten Häuser aus Deutschland bezieht, war es ein besonderer Tag. «Das ist für uns ein relativ grosser Auftrag. Wir stehen noch am Anfang», so Hans Brüngger. Ein Kleinhaus von der Grösse 14,5 auf 4,35 Meter kostet rund 150'000 Franken. «Der Preis ist aber von der Ausrüstung abhängig.»

Hinzu kommen weitere Kosten, etwa für das Land und das Fundament. Das grösste am Stück transportierbare Modul biete mit zwei Schlafzimmern, einem Bad und dem offenen Wohn-, Koch- und Essbereich viel Platz auf kleinem Grund. Layout und Einrichtung können laut Brüngger individuell gestaltet werden. So sei es jederzeit möglich, die kompakte 3,5-Zimmer-Wohnung in eine grosszügigere 2,5- Zimmer-Einheit umzugestalten. Die vier Kleinhäuser sind bezugsbereit und sind laut Brüngger bereits vermietet.