Laut Finanzverwalter Michael Marti wurde die Versammlung von 72 Personen besucht. Der Antrag von Yves Müller, die Steuern nicht zu senken, wurde mit klarem Mehr (15 Stimmen für den Antrag) abgelehnt. Finanziell liege eine Steuersenkung eigentlich nicht drin. Es warten weitere grössere Investitionen. Nachdem 2013 der Steuerfuss von 125 auf 127 Prozente stieg, konnte die damals desaströse Finanzsituation der Gemeinde Jahr für Jahr verbessert werden. Die Verschuldung sei kontinuierlich verringert worden und liegt heute bei 31 Mio. Franken. Nach den positiven Rechnungsabschlüssen seit 2013 soll nun auch der Steuerzahler profitieren, indem quasi die Steuererhöhung von 2013 wieder rückgängig gemacht wird. Die Mindereinnahmen würden 462'000 Franken betragen.

Obwohl mit der Sanierung des Freibades im Sportzentrum erste grössere Investitionsbeträge fällig werden, schliesst das Budget positiv mit einem Ertragsüberschuss von 443'950 Franken ab. Dies bei einem Aufwand von 59,089 Mio. Franken. Die Investitionen betragen netto 12,597 Mio. Franken. Die Versammlung genehmigte das Budget mit grosser Mehrheit.

Eltern zahlen mit

Neben dem Budget genehmigte die Versammlung 600'600 Franken für die Schulen Zuchwil. Mit dem Betrag sollen die Schüler bis 2020 mit geeignetem Gerät ausgerüstet sowie die IT-Infrastruktur ausgebaut werden. Das Konzept sieht vor, die Schüler der dritten und vierten Klasse an die Geräte und Digitalisierung heranzuführen, um dann ab der fünften Klasse die Schüler mit einem persönlichen Gerät auszustatten, an dem sich die Eltern beteiligen (40 Prozent des Beschaffungswertes). Das Gerät soll von den Schülern ab der fünften Klasse in der Schule und zu Hause verwendet werden, sodass die Eltern ihren Kindern kein Arbeitsgerät mehr kaufen müssen. Am Ende der Schulzeit geht das Gerät in den Besitz der Schüler über. Die Einführung der teuren interaktiven Wandtafeln wurde an der Versammlung infrage gestellt. Ein entsprechender Antrag wurde aber abgewiesen. Das Konzept wurde klar angenommen. (uby)