Nach dem deutlichen Wahlresultat in den Gemeinderatswahlen am letzten Sonntag ist nun auch klar, dass der bisherige Vizegemeindepräsident Simon Wiedmer in Kriegstetten als Gemeindepräsident antritt. Die Verantwortlichen der Listen Gemeinsam für Kriegstetten 1 und 2 haben sich getroffen, und sie mussten nicht lange überlegen. Sie schlagen neben Wiedmer als Gemeindepräsidenten auch Roger Schneider als Vizegemeindepräsidenten vor. Letzterer muss in Kriegstetten allerdings nicht an der Urne gewählt werden, sondern wird im Gemeinderat bestimmt.

Simon Wiedmer ist 26-jährig, ledig und Jurist. Es ist seit vier Jahren Mitglied des Gemeinderates und ebenso lange Vizegemeindepräsident. Weiter vertritt er die Gemeinde in der Kreisschulkommission HOEK (Halten-Oekingen-Kriegstetten), im Verbandsrat Oberstufenzentrum Wasseramt Ost, in der Zivilschutzkommission Wasseramt West und ist Mitglied der Feuerwehrkommission.

Schon einiges bewegt

In den letzten vier Jahren hat sich Simon Wiedmer unter anderem für die neuen Statuten und Mietverträge innerhalb des Schulkreises HOEK engagiert und das Polizeireglement für die Gemeinde erarbeitet. Weiter hat er das IT-Konzept für die Gemeindeverwaltung erstellt. Wiedmer hat als Vizegemeindepräsident an den Gemeindepräsidentenkonferenzen im Wasseramt teilgenommen und in diversen Arbeitsgruppen der Repla mitgearbeitet.

Aufbruchstimmung spürbar

«Mir ist es sehr wichtig, dass wir in den nächsten vier Jahren konstruktiv und mit gegenseitigem Respekt zusammenarbeiten können», macht Wiedmer deutlich. Da alle Parteien und Gruppierungen in den Listen Gemeinsam für Kriegstetten 1 und 2 vertreten sind, sollte dies zu einem Neuanfang in der Gemeinde führen.

«Am Sonntagnachmittag haben sich zahlreiche Leute aus allen möglichen Kreisen zur Wahlfeier eingefunden», erklärt er auf Anfrage. Die Aufbruchstimmung sei spürbar gewesen. «Das hat letztlich auch den Ausschlag gegeben, dass ich mich trotz meiner Jugend dazu entschlossen habe anzutreten.» Wiedmer freut sich darum, sich in den nächsten vier Jahren weiterhin für ein attraktives Vereinsleben, den Erhalt der Dorfkultur und ein lebenswertes Dorf einsetzen zu können.

Abgabetermin für eine Kandidatur für das Gemeindepräsidium ist nächsten Montag, 29. Mai, um 17 Uhr. Sollte sich kein zweiter Kandidat oder Kandidatin melden, dann wäre Wiedmer in stiller Wahl gewählt und damit der jüngste Gemeindepräsident im Kanton.