Zuchwil
Vier Gemeinderäte mussten über die Klinge springen

Die Reduktion der Zuchwiler Gemeinderatssitze von 23 auf 11 hat ihre Spuren hinterlassen. Schon vorneweg war klar, dass mindestens vier der antretenden Bisherigen es nicht schaffen sollten.

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Stefan Hug bleibt im Gemeinderat, vier seiner Ratskollegen mussten jedoch gehen.

Stefan Hug bleibt im Gemeinderat, vier seiner Ratskollegen mussten jedoch gehen.

Hanspeter Bärtschi

Erwischt hat es die SP-Frau Amanda Wittwer, die FDP-Frau Sigrun Kuhn-Hopp und die CVP-Frau Belinda Karli. Zu den drei Frauen gesellt sich der SVP-Mann Roland Sieber. Alle haben im Übrigen reichlichen Stimmenabstand zum erhofften Gemeinderatssitz.

Weil in der Liste der nicht gewählten Bisherigen kein zusätzlicher Name auftaucht, ist auch klar, dass es in Zuchwil kein Neuling geschafft hat, gleichzeitig mit der Reduktion des Gemeinderates gewählt zu werden. Alle elf Sitze gehen an bisherige Gemeinderäte. Die Zuchwilerinnen und Zuchwiler haben in dieser unklaren Situation auf die bewährten Kräfte gesetzt und wollen offenbar keine Experimente eingehen.

Kaum Verschiebungen

Dennoch hat die Gemeinderatswahl Sieger und Verlierer hervorgebracht. Die Liste der Sitzzahlveränderung in der Parteien zeigt, dass SP (4 bisher 8 Sitze) und Grüne (1 bisher 2 Sitze) ihre (halbierte) Sitzzahl halten konnten. Rechnet man die demissionierende parteilose Christine Hofer zum SVP-Flügel konnte auch die Rechte ihre (halbierte) Sitzzahl (2 bisher 4 Sitze) halten. Die CVP (bisher 3 Sitze) wird künftig nur noch von Vizegemeindepräsident Daniel Grolimund im Gemeinderat vertreten. «Wir haben die Wahl noch nicht analysiert. Wir wollten einen Sitz holen und hofften auf einen zweiten«, kommentiert Tamara Mühlemann Vescovi. Sie habe das Gefühl, es sei alles beim Alten geblieben.

Während die CVP Federn lassen musste, können sich die FDP-Vertreter die Hände reiben. Sie holen 3 Sitze (bisher 5 Sitze). «Wir haben unser Ziel erreicht und sind äusserst glücklich», sagt die wiedergewählte Karen Bennett Cadola. Der Blick auf die Restmandate zeigt, dass die CVP nur knapp den zweiten Sitz an die FDP verloren hat. Die CVP hat 835, die FDP 891 Reststimmen, dies bei einer Stimmbeteiligung von fast 33 Prozent. (uby)