Oekingen/Lommiswil
«Viele Leute engagieren sich gratis oder für ein symbolisches Entgelt»

Die Gemeindepräsidenten Norbert Häberle (Lommiswil) und Etienne Gasche (Oekingen) beantworten Fragen.

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Etienne Gasche, Oekingen und Norbert Häberle, Lommiswil

Etienne Gasche, Oekingen und Norbert Häberle, Lommiswil

Hanspeter Bärtschi

2017 hat eine neue Legislatur begonnen und in mehreren Gemeinden wurden neue Präsidien gewählt. Was ist seither passiert? Wir haben nachgefragt und bringen die Antworten in einer Serie. Im ersten Teil (8. Dez.) befragten wir die Gemeindepräsidenten der Nachbardörfer Gerlafingen und Biberist, im zweiten Teil (20. Dez.) waren die von Messen und Schnottwil an der Reihe, am 29. Dez. die von Kriegstetten und Horriwil und am 5. Januar die von Halten und Drei Höfe.

Diese Fragen haben die Kandidaten einander gestellt

Frage von Etienne Gasche an Norbert Häberle: Hätten Sie sich als Gemeindepräsident auch aufstellen lassen, wenn der Gemeinderat noch partei-politisch zusammengesetzt wäre?

Norbert Häberle Das kann ich so nicht beantworten. Lommiswil hat vor neun Jahren eine freie Liste eingeführt, nachdem die Behördensuche via politische Parteien nicht mehr befriedigend funktionierte. Man findet viel eher Interessierte, wenn keine Parteipräferenz gefragt ist. Die überwiegende Zahl der dörflichen Sachgeschäfte braucht diese auch nicht.

Frage von Norbert Häberle an Etienne Gasche: Welches waren Ihre Motive zur Übernahme des Amtes?

Etienne Gasche Nachdem ich seit mehr als 15 Jahre gemeindepolitisch aktiv war respektive bin, war es für mich wie der logische nächste Schritt, dass ich mich als Gemeindepräsident für meine Wohnsitzgemeinde zur Wahl zur Verfügung stellte, als sich abzeichnete, dass mein Vorgänger sein Amt niederlegen wollte. Nach wie vor bin ich davon überzeugt, dass es wertvoll ist, wenn jede Person nach ihren Möglichkeiten zum Gemeindewohl beiträgt. Wer etwas verändern oder bewegen will, der muss sich auch aktiv einbringen, was mir persönlich noch immer Freude bereitet und mich auch aus gemeindepolitischer Sicht noch immer interessiert.