Gemeindeschreiberin

Verwaltungsleitung light? Zuchwil will ein eigenes Modell

Eine Arbeitsgruppe ist damit beauftragt, herauszufinden wie eine Verwaltungsleitung installiert werden könnte.

Eine Arbeitsgruppe ist damit beauftragt, herauszufinden wie eine Verwaltungsleitung installiert werden könnte.

Zuchwil sucht eine Gemeindeschreiberin/Gemeindeverwalterin. Dabei ist der Gemeinderat unter Zugzwang geraten, denn mit der Kündigung von Irene Blum verliert die Gemeinde ihre Gemeindeschreiberin. Sie hat eine Stelle in der Nähe ihres Wohnorts in Rupperswil (AG) gefunden. Irene Blum, die in ihrer 80-Prozent-Stelle auch noch das Behördensekretariat erledigte, «hat ihre Aufgaben sehr gut gemacht», bedauert Gemeindepräsident Stefan Hug den Abgang.

Der Stellenantritt in Zuchwil ist bereits auf den 1. Januar 2021 möglich. Mit der Ausschreibung einer Gemeindeschreiberin/Gemeindeverwalterin, «es kann auch ein Mann sein», so Hug, eröffnen sich viele Möglichkeiten. Im Stelleninserat wird darauf hingewiesen, dass eine Arbeitsgruppe sich derzeit mit der Ausgestaltung der internen Strukturen befasst, und dass damit der Stellebeschrieb nicht in Stein gemeisselt ist.

Die Stelle sei gestaltbar und entwicklungsfähig. Die Arbeitsgruppe, bestehend aus Gemeinderatsmitgliedern, hat nämlich Ende Juni die Aufgabe erhalten, herauszufinden wie eine Verwaltungsleitung installiert werden könnte. «Wir wollen aber nicht ein Modell wie in Biberist oder in Derendingen. Wir wollen ein Zuchwiler Modell, beispielsweise eine Verwaltungsleitung light», erklärt Hug.

Gemeindepräsidium stärker entlasten

Dass die Entwicklung dieses Modells stark von seinen Erfahrungen abhängig ist, verheimlicht Hug nicht. «Die Verwaltungsleitung soll auch das Gemeindepräsidium entlasten, Der Gemeindepräsident soll sich mehr mit der Entwicklung und den Perspektiven der Gemeinde befassen. Dazu gehört auch die vermehrte Vernetzung der Gemeinde mit ihren Nachbarn und mit weiteren Institutionen.» Aktuell müsse er sich um zu viele Alltagsgeschäfte kümmern.

Ideal wäre es, wenn die gesuchte Person auch in rechtlichen Belangen Erfahrung hätte, so wie aktuell Irene Blum, die diesbezüglich die Anlaufstelle in der Verwaltung ist. Doch Stefan Hug ist skeptisch. Nicht nur in Bezug darauf, in der kurzen Frist jemanden zu finden, sondern auch jemanden zu bekommen, der alles abdeckt. Deshalb ist im Stelleninserat erwähnt, dass ein Jobsharing möglich ist und dass das Arbeitspensum sich demnach in einer Bandbreite zwischen 50 und 100 Prozent bewegen kann. (uby)

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