Corona-Virus

Verwaltungen sind zu, Gemeinderäte tagen per Videokonferenz

Die Gemeindeverwaltung Oekingen ist für den Publikumsverkehr geschlossen.

Die Gemeindeverwaltung Oekingen ist für den Publikumsverkehr geschlossen.

Das Corona-Virus fordert auch die Gemeindeverwaltungen und die politischen Organe.

Das Corona-Virus hat auch Auswirkungen auf das politische Leben in den Gemeinden des Kanton Solothurn. Bereits wurden diverse Gemeinderäte kurzfristig abgesagt, oder nur noch als Telefonkonferenz abgehalten. So geschehen am Montagabend in Feldbrunnen-St. Niklaus. Der Gemeinderat in Lüsslingen-Nennigkofen tagt normal - aber ohne Gäste. In Obergerlafingen stand eine Sitzung mit «Minimalbestand» oder eine Videokonferenz zur Diskussion. Sicher wolle man aber keine weiteren Teilnehmer zulassen. Der Gemeinderat Zuchwil soll auf "elektronischem Weg" abgehalten werden. Andere Gemeinden sind noch in der Abklärung, wie es weitergehen soll. Auch die Gemeindepräsidentenkonferenz Solothurn-Lebern fällt dem Corona-Virus zum Opfer.

Die Gemeinden reagieren unterschiedlich

Diverse Gemeindeverwaltungen schränken ihren Betrieb ein. In Biberist wurden die Schalter anders platziert. Die Verwaltung bleibt vorderhand normal geöffnet. Auf der Schulverwaltung hingegen sind Besuche nur noch nach telefonischer Anmeldung möglich. In Gerlafingen wird die Gemeindeverwaltung am Freitag geschlossen und auch die Sammelstellen beim Werkhof sind vorläufig zu. In den Hoek-Gemeinden Kriegstetten, Oekingen und Halten sind die Schalter der Gemeindeverwaltungen geschlossen. Ebenso in Riedholz.

Turnhallen und Schulanlagen sind schweizweit geschlossen. In Biberist dürfen die Aussenplätze weiterhin benutzt werden. Es wird aber dazu aufgefordert, diese nur in kleinen Gruppen zu benützen. Anders in Bolken: Dort sind Schuhausareal und Schulhausplatz zu. Gleich verfährt auch Kriegstetten. In Lohn-Ammannsegg werden «konsequenterweise», wie auf der Hompage steht, auch die Schulhausplätze, Grünanlagen und Spielplätze zugemacht.

Hilfe für die Schwächsten wird koordiniert

Viele Gemeinden übernehmen Verantwortung und stellen sich als Drehscheibe zur Verfügung, wenn es darum geht, Hilfsangebote zu koordinieren. So ist es etwa auf der Hompage der Gemeinde Lüterswil-Gächliwil nachzulesen. In Messen wurde gar ein Spezialtelefon nur zu diesem Zweck eingerichtet. Mit einem Whatsapp-Chat will man eine Helferliste erstellen und die Hilfestellungen so koordinieren. Biberist macht seine Einwohner  darauf aufmerksam, dass man sich via Crossiety melden kann, wenn man Hilfe braucht oder Hilfe bieten kann. Auch in Gerlafingen kann man sich via Crossiety informieren. Zudem hat sich eine Gruppe unter dem Namen «Solidarität@Ginggu» gebildet. Hilfestellungen werden auch via Spezialtelefonnummer von der Gemeindeverwaltung koordiniert. In den Hoek-Gemeinden Kriegstetten, Oekingen und Halten übernimmt der Familienverein die Hilfestellungen. In Recherswil dürfen sich Hilfesuchenden an die Gemeindeverwaltung, die  Ressortleiterin Soziales und die Präsidentin der Sozialkommission wenden. In Feldbrunnen-St. Niklaus und in Langendorf übernimmt ebenfalls die Gemeindeverwaltung die Koordination. In Lommiswil hat sich spontan der FC zur Verfügung gestellt, da die Mitglieder zurzeit viel Freizeit hätten.

Abgesagt wurden auch Papiersammlungen, da diese in vielen Gemeinden von der Schule durchgeführt werden. So müssen die Einwohner in Bolken und Langendorf ihr Papier vorläufig im Keller behalten.

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