Die Elektrakommission stellte den Antrag, die Pacht des Stromlieferanten neu auszuschreiben. Dies, weil die Strompreise bei der AEK stark gestiegen sind. Die Verhandlungen seien nicht wie gewünscht ausgefallen, wie der nach wie vor viel höhere Strompreis und die Kündigungsbedingungen zeigen. Gemeindepräsident Hans-Peter Berger (SP) stellte einen Gegenantrag, um die AEK weiterhin als Pächterin zu behalten. Sein Hauptargument stellte die baldige Liberalisierung des Strommarkts dar, welche abgewartet werden sollte. Auch wies er darauf hin, dass bei einer Kündigung die getroffenen Bedingungen mit der AEK hinfällig würden. Mit knapper Mehrheit entschied sich der Rat dann aber für eine Neuausschreibung (5 zu 4 Stimmen).

Die Befürworter der Kündigung wiesen darauf hin, dass mit einer Beibehaltung der Pacht eine Verpflichtung des Gemeinderats gegenüber seinen Bürgerinnen und Bürgern verpasst würde: Der Rat schulde den Einwohnern eine Überprüfung, selbst wenn diese ergebe, dass eine Zusammenarbeit mit der AEK weiterhin am sinnvollsten sei. «Wir haben es zu verantworten, wenn wir die AEK ohne Überprüfung als Pächterin behalten», so Patrick Suter (FDP). Auch sah er die Strommarktliberalisierung kritisch: «Bereits seit 2008 laufen die Diskussionen. Sie sollte längst umgesetzt sein, passiert ist nichts. Es steht in den Sternen, ob es tatsächlich in drei Jahren anders aussieht.» Weiter argumentierte er, dass der Gemeinderat die Bedingungen für Strompreis und weitere Dienstleistungen wie den Support an den neuen Pächter selbst stellen könne.

Nachbargemeinden sollen helfen

Die Jugendkommission will eine Vorpraktikantenstelle schaffen, befristet auf ein Jahr, mit einem Pensum von 60 Prozent. Die Jugendarbeiterin Jelena Cvijetic komme langsam an ihre Grenzen und wäre froh um Unterstützung. Auch sei eine solche Lösung am kostengünstigsten. Weiter würde dadurch ein Ausbildungsplatz geschaffen. Dabei sei geplant, die Stelle auf ein Jahr zu befristen und im Anschluss mit der Gemeinde Rücksprache über die Erfahrungen zu halten. Grundsätzlich steht der Gemeinderat einer Vorpraktikantenstelle wohlwollend gegenüber, jedoch nur wenn die Kosten anderswertig gedeckt werden. «Als wir über die Zukunft der Jugendarbeit diskutierten, da haben wir die Vereinbarung getroffen, eine Jugendarbeiterin oder einen Jugendarbeiter anzustellen und kamen überein, dass dies genügt.

Nun wird angeklopft und mehr verlangt», sagte Daniel Hürlimann (FDP). Wie bekannt, besuchen auch Oberstufenschüler aus Oberdorf und Rüttenen den Jugendtreff, obschon der Treff eigentlich nur für Langendörfer gedacht ist. Mehrere Gemeinderäte wiesen deshalb auf den Umstand hin, dass die genannten Gemeinden keinen Beitrag für die Anstellung der Jugendarbeiterin leisten würden. So wurde schliesslich auch ein Gegenantrag gestellt, wonach eine Vorpraktikantenstelle geschaffen würde, wenn diese von Rüttenen und Oberdorf berappt würde. Diese Stelle würde im Jahr rund 10 000 Franken kosten. Dieser Gegenantrag wurde mit sechs zu zwei Stimmen und einer Enthaltung gutgeheissen.