Lohn-Ammannsegg

Versprechen wird umgesetzt: Die Killerkanten werden rückgebaut

Lange hielt man beim Amt für Verkehr und Tiefbau an den Killerkanten fest. Nachdem die Kritik der Nutzer zu gross wurde, werden sie in Lohn-Ammannsegg als erstes rückgebaut.

Letzten Oktober wurde es durch das Amt für Verkehr und Tiefbau angekündigt. Die Killerkanten, die bei vielen Velofahrerinnen und Velofahrern sehr unbeliebt waren, werden rückgebaut. Nun wird das Versprechen eingelöst: Der Rückbau hat in Lohn-Ammannsegg begonnen. Die Arbeiten werden dann in Biberist fortgesetzt und der Trupp zieht weiter, bis alle Kanten auf dem Kantonsgebiet gekillt sind.

Die Killerkanten wurden von den Nutzern von Anfang an kritisiert. Es gab Vorstösse im Kantonsrat dagegen und in Biberist griffen gar zwei FDP-Gemeinderäte zur Selbsthilfe und entschärften die Killerkanten selbst mit Asphalt in einer Nacht- und Nebelaktion.

Die Killerkanten waren das Resultat von Diskussionen mit diversen Gruppierungen, unter anderem auch mit Procap. Auslöser der Gespräche war die Vorgaben der VSS-Norm SN 640 075 «Hindernisfreies Bauen». Dabei geht es um die zwingend vorgegebene Fahrbahnabtrennung mit Randsteinen, auf die Sehbehinderte angewiesen sind, um mit dem Blindenstock ertastbare Absätze vorzufinden. Nur so können sie sich im Raum orientieren und gelangen nicht unbeabsichtigt vom geschützten Gehwegbereich auf die Fahrbahn.

Strecke mit Hindernissen: Fahrt auf dem Velostreifen von Solothurn nach Lohn-Ammannsegg

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