Altreu
Verspäteter Saisonstart für die Aarefähre – nicht mehr als vier Passagiere pro Fahrt

Ab Fronleichnam fährt das Aare-Gondeli wieder Passagiere von Altreu in den Kanton Bern.

Rahel Meier
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An Fronleichnam nimmt die Aarefähre in Altreu ihren Betrieb auf. Damit die Fährleute gesundheitlich geschützt sind, werden sie das Aare-Gondeli mit einem speziellen Visier und mit Handschuhen fahren. Zudem werden nicht mehr als vier Passagiere pro Fahrt transportiert. Ausnahmen gibt es für Familien. «Gruppen werden nur zusammen transportiert, wenn sie während der Fahrt eine Maske tragen», erklärt Regina Anderegg (Vizepräsidentin Förderverein Aare-Fähre und Fährfrau).

Masken könnten in der Gondel zum Selbstkostenpreis von einem Franken erworben werden. Die Handläufe der Stege und die Fähre würden regelmässig geputzt. Passagiere müssen in bestimmten Bereichen warten und werden von den Fährleuten zum Einsteigen aufgefordert. «Wir fahren zu Beginn bewusst mit einem reduzierten Angebot», sagt Anderegg. «Die meisten Fährleute sind im Pensionsalter. Sie freuen sich zwar auf den Saisonstart, möchten wegen der Coronakrise aber lieber etwas weniger fahren als üblich.» Man werde auf der Website laufend informieren, wenn die Betriebszeiten ausgeweitet würden. Auch Spezialfahrten gebe es zurzeit keine.

Im 2019 gab es eine durchschnittliche Saison

Das Aare-Gondeli wurde im Frühling 2019 getauft und ersetzte die bisherige 20-jährige Fähre. «Wir haben eine durchschnittliche Saison erlebt», informiert Markus Flury (Präsident Förderverein Aare-Fähre und Fährmann). Zu Beginn hatten die Fährleute Mühe mit dem Anlegen der neuen Fähre. «Sie verhält sich im Wasser ganz anders als die alte Fähre», so Flury. Mit zusätzlichen Balken bei den Anlegestellen, mit einer Gummileiste rund um die Fähre und mit Seilen, die fix am Steg angemacht sind, konnten Verbesserungen erzielt werden. Zudem wurde eine neue Schraube montiert, die der Fähre mehr Schub verleiht. «Jetzt fährt sie mit 15 Stundenkilometern, der Höchstgeschwindigkeit, die auf der Aare erlaubt ist.»

Stark nachgefragt wurden letztes Jahr die sogenannten kleinen Kreuzfahrten: kurze Rundfahrten auf der Aare. Flury hat sich deshalb etwas Neues einfallen lassen. Er hat eine CD kreiert mit Geschichten rund um die Aare in Altreu. Die Geschichten sind zusätzlich mit Musik hinterlegt. «Wenn die Fährleute zu einer kleinen Kreuzfahrt starten, können sie die CD einlegen und die Gäste können sich die Informationen während der Fahrt anhören.»

Anderegg und Flury freuen sich zudem, das eine neue Person ab 1. Juli zum Fährteam stösst – rechtzeitig für den Start in die Sommerferien also.

Hinweis: Vorderhand fährt das Aare-Gondeli nur von Donnerstag bis Samstag von 13 bis 17 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Anfang Juli wird entschieden, wie die Fahrzeiten während der Schulsommerferien aussehen.

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