Gerlafingen
Versammlung hat «Speedy»-Philipp in Rekordzeit abgehandelt

Gundi Klemm
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Die Kosten für Kantonsstrassen müssen künftig nicht mehr von den Gemeinden bezahlt werden.

Die Kosten für Kantonsstrassen müssen künftig nicht mehr von den Gemeinden bezahlt werden.

Hansjörg Sahli

Hudelwetter draussen. Eine umfangreiche Traktandenliste drinnen an der Gemeindeversammlung mit geschätzter Beratungsdauer von zwei bis drei Stunden. Dennoch hatten sich 54 Stimmberechtigte plus Gäste im Gemeindesaal eingefunden, weil ihnen Gerlafingen am Herzen liegt. Es hatte sich nämlich herumgesprochen, dass die «Geburt» des Budgets 2019 mühevoll und nur mit etlichen intensiven Zusatzrunden gelang. Deshalb galt es, Politik und Verwaltung jetzt den Rücken zu stärken.

Der als sportlich bekannte Gemeindepräsident Philipp Heri verlor in seinen Ausführungen zu den acht Traktanden, die er reduziert auf wesentliche Änderungen durcheilte, keine Zeit mit überlangen Erläuterungen. Denn er wusste, dass der «harte Gerlafinger Kern», der vor ihm versammelt war, bereits gut informiert war. Aber er hob hervor, dass der gerade getroffene Beschluss des Kantonsrates, mit den anteiligen Kosten für Sanierungen der Kantonsstrassen nicht mehr die Anliegergemeinden zu belasten, dem Gerlafinger Haushalt 2019 einen Ertragsüberschuss von 738 000 Franken bescheren würde.

Die Versammlung hat

- die Totalrevision der Statuten für den Zweckverband Schwimmbad Eichholz genehmigt;

- der Teilrevision des Zusammenarbeitsvertrags der Sozialregion Wasseramt-Süd zugestimmt;

- die umfangreiche Revision der Dienst- und Gehaltsordnung sowie der Gemeindeordnung grossmehrheitlich gutgeheissen. (gku)

Änderung Steuerreglement

Gemeindeverwalterin Katalin Kulcsar erläuterte das Budget 2019. Durch die zuvor bewilligte Änderung des Steuerreglements trägt jetzt eine auf 50 Franken erhöhte Kopf- oder Personalsteuer zu mehr Einnahmen bei.

Sehr wichtig ist auch der Finanzausgleich, der Gerlafingen mit 4,53 Millionen Franken unter die Arme greift. Das gemäss HRM2 gestiegene Abschreibungsvolumen, die durch notwendige Schulbauten angewachsene Verschuldung und eben das unterdurchschnittliche Steuersubstrat machten die finanzielle Planbarkeit, so die Verwalterin, immer schwieriger. Investitionen will die Gemeinde in Höhe von 2,4 Millionen Franken vornehmen.

Der Steuerfuss bleibt unverändert auf 130 Prozent. Gut aufgestellt sind die Spezialfinanzierungen Ab-/Wasser und Abfall. Das Budget wurde einstimmig gutgeheissen. Der Gemeindepräsident schaffte es, die Gemeindeversammlung trotz beachtlicher Geschäftsliste nach nur 75 Minuten zu beenden.

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