Biberist

Vergleichverhandlung war erfolglos – Schiedsrichterschläger muss wohl vor Gericht

Schiedsrichter-Schläger wohl vor Gericht

Schiedsrichter-Schläger wohl vor Gericht

Nach einem Junioren-Fussballmatch in Biberist ging ein Vater auf den Schiedsrichter los und schlug ihm ins Gesicht. Jetzt landet der Fall wohl vor Gericht.

Die Vergleichsverhandlung von Schiedsrichter Oguz Saral blieb ohne Erfolg. Im Herbst wurde ihm ein Zahn ausgeschlagen, weil er zwei Junioren die rote Karte gezeigt hatte. Der mutmassliche Täter sprach nun von einem Unfall.

Die Leidensgeschichte des Schiedsrichters, dem letzten Herbst in Biberist ein Zahn herausgeschlagen worden war, geht weiter. Nachdem Oguz Saral Ende Oktober zwei Junioren auf dem Fussballplatz Giriz die rote Karte gezeigt hatte, rastete ein Vater aus und griff den Unparteiischen an.

Wie der Fernsehsender Tele M1 berichtet, hatte Oguz Saral Ende Januar bei der Staatsanwaltschaft Solothurn eine Vergleichsverhandlung. Diese blieb aber ohne Erfolg. Der Mann, der Saral eine Kopfnuss verpasst haben soll, bestreitet seine Tat.

Stattdessen spricht er von einem Unfall, weil er gestossen worden sei. In der Version von Saral war es aber eine gezielte Kopfnuss, die bei ihm einen abgebrochenen und einen wackelnden Zahn verursachte. Dem Vater wurde ein dreijähriges Platzverbot aufgebrummt.

Weil die zwei kaputten Zähne mit teuren Implantaten ersetzt werden mussten und dies grosse Kosten nach sich zog, will sich Saral nicht zufriedengeben. «So lange er sagt, es sei ein Unfall gewesen, will ich vor Gericht gehen.»

Nächste Woche wartet auf Oguz Saral der nächste Zahnarzttermin. Trotz des brutalen Vorfalls will er weiterhin als Schiedsrichter pfeifen. (crs)

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