Luterbach
Verein «Historisches Erbe» legt Buch über Gewerbe und Industrie vor

Mit dem Band «Gewerbe und Industrie» ist im Rahmen einer liebenswürdigen Vernissage das fünfte Buch zur Luterbacher Ortsgeschichte vorgestellt worden.

Gundi Klemm
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Die Mehrzahl der fleissigen Schreiber und Rechercheure für den fünften Band zur Luterbacher Ortgeschichte «Gewerbe und Industrie» auf einen Blick.

Die Mehrzahl der fleissigen Schreiber und Rechercheure für den fünften Band zur Luterbacher Ortgeschichte «Gewerbe und Industrie» auf einen Blick.

Gundi Klemm

Der aus neun bekannten Luterbacher Persönlichkeiten bestehende Verein «Historisches Erbe» hat mit eigenen Recherchen und Beiträgen gemeinsam mit acht in der Materie bewanderten Autoren eine 148-seitige, reich bebilderte Publikation herausgebracht.

«Gewerbe und Industrie» setzt die bestehende Reihe aus «Schulchronik», «Ein Dorf in Bildern», «Die Kirchen von Luterbach» und «Luterbacher Porträts» fort.

Als Lesender der interessant geschriebenen Artikel erlebt man den Wandel des Dorfes aus jahrhundertelanger landwirtschaftlicher Prägung hin zu einer Gemeinde, in der Gewerbe und Industrie einen wichtigen Stellenwert erhalten haben. Nicht immer ging es der Einwohnerschaft gut, zeigen einzelne Berichte auf.

Aber mit verbesserten Erwerbsmöglichkeiten gewann Luterbach als beliebter Wohnort, der auch schwierige Phasen der Wirtschaft zu meistern wusste. Nachgezeichnet wird der Werdegang von Betrieben und Unternehmen, die für Dorf und Region wichtig sind und waren. Und: Mit der Lektüre erkennt man Luterbach als interessanten und kreativen Werkplatz.

Eine wahre Fundgrube

Der Verein «Historisches Erbe», den es als örtliche Gemeinschaft in breiter Ausrichtung, fachlicher Kompetenz und ergebnisorientierter Freiwilligkeit vermutlich nur in Luterbach gibt, hat mit dieser Reihe, die laut Mitglied und Gemeindepräsident Michael Ochsenbein künftig fortgesetzt wird, eine wahre Fundgrube geschaffen.

Dieses fünfte Buch unter der Schriftleitung von Stephan Srsa dieser in nur fünf Jahren entstandenen Serie kommt zum richtigen Zeitpunkt. Als Geschenk zu Weihnachten (erhältlich bei der Gemeindeverwaltung) aber auch als Ausdruck des positiven Selbstbewusstseins mit einer Prise Stolz, ein Luterbacher zu sein, erfüllt es die Erwartungen.

Darin waren sich die zahlreichen Beteiligten an der öffentlichen Buchvorstellung im Pfarreiheim einig. Gefeiert wurde an der Vernissage die Ehrung der neben Verantwortlichen und Schreibenden weiteren Helferinnen und Helfer.

So ist nämlich der letzte Band nur durch die Mitwirkung von 13 Engagierten zustande gekommen, die in peinlich genauer Arbeit dieFolianten im Kantonalen Handelsregister Balsthal auf Einträge aus Luterbach durchsucht haben.

Als Quellen herangezogen wurden auch weitere Archive wie die private Sammlung von Armin Gugelmann, historische Archivierungen der PTT und der Zentralbibliothek sowie das Zeitungsarchiv der Luterbacher Einwohnergemeinde.

Reichhaltige Vernissage

Als Festmusik war die Gitarrenklasse der Musikschule Luterbach eingeladen. Gemeinsam mit ihrem Musiklehrer Markus Bieri spielten und sangen die 13 Kinder und Jugendlichen der Gruppe «Butterfly» mitreissende Titel, die von den «Blauen Bergen» bis zu Rock ’n’ Roll reichten. Gleichzeitig offerierten sie ein bewundertes Wahlprogramm aus über 50 Kompositionen ihres Repertoires.

Dazu kam die Vorführung eines Films über das Bauwesen in den 1930er Jahren, den die Bauunternehmung Bernasconi AG als Zeitdokument gerade in ihren Annalen entdeckt hatte.

Abgerundet wurde der Vernissage-Abend mit einer filmischen Rundreise durch den Kanton Solothurn, die in den dreissiger Jahren im Amateurfilmclub Solothurn gedreht wurde. Das Publikum freute sich an dieser historischen Bilderreihe mit neuer blasmusikalischer Vertonung.

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