Ein Grundstückeigentümer möchte auf seinem Boden in Kyburg-Buchegg ein zonenkonformes, zusätzliches Mehrfamilienhaus erstellen. Nach einer speziellen Regelung im Ortsplanungsgesetz dürfen neue Hauptbauten nur innerhalb der im Zonenplan vorgegebenen Baufelder erstellt werden. Für den vorgesehenen Bau müsste demnach ein zusätzliches Baufeld ausgeschieden werden. Das kantonale Amt für Raumplanung beurteilt das Bauvorhaben auf Anfrage etwas schwammig als «nicht im vornherein unmöglich».

Es soll jedoch damit kein Präjudiz für weitere ähnliche Anliegen geschaffen werden. Das kantonale Raumplanungsgesetz sieht im Dorfkern ein Ortsbild mit Einfamilienhäusern und grosszügigem Umschwung vor. Eine Forderung, die der Gemeinderat nicht ganz nachvollziehen kann. «Wie lässt sich dies mit dem neuen Bundesgesetz vereinbaren, das eine verdichtete Bauweise fordert?», fragt sich Gemeindepräsidentin Verena Meyer. Um dem Bundesgesetztes nachzuleben, gibt der Gemeinderat dem Bauherrn grünes Licht, um mit seinem Projekt weiterzufahren.

Wer unterhält Waldwege?

Im Ortsteil Hessigkofen gibt es immer noch zwei private Waldgenossenschaften. Diese sind der Meinung, die Gemeinde müsse den Unterhalt ihrer Waldwege übernehmen, da diese ja von der ganzen Bevölkerung benutzt würden. Die Bürgergemeinden anderer Ortsteile haben die privaten Wegnetze bereits in den 1990er Jahren übernommen.

Bevor der Gemeinderat darüber eine Entscheidung trifft, möchte sich Verena Meyer über die Genossenschaften informieren, wie sie strukturiert sind und finanziell dastehen. Zudem wird sie im Gespräch mit anderen Bürgergemeinden das damalige Vorgehen klären. Kurt Rufer macht beliebt, die Angelegenheit zu vereinfachen und alle Ortsteile gleich zu behandeln. Zudem will Meyer der Frage nachgehen, weshalb der Kanton den privaten Besitzern 70 Prozent Subventionen für den Unterhalt der Wege bezahlt und den Gemeinden nur 21.

Erneuerung der Wasserleitung

Die Wasserleitung in der Britternstrasse stammt aus dem Jahr 1922 und muss ersetzt werden. Die Prognose lautete auf Ausgaben von 290 000 Franken. Nach Einholung verschiedener Offerten können die Arbeiten nun für 225 000 Franken ausgeführt werden. «Nach Abzug der Kantonsbeiträge bleibt für die Gemeinde ein Nettoaufwand von 183 000 Franken. Also bedeutend günstiger als geschätzt», rechnete Alex Mann vor. Die Arbeiten sollen anfangs August beginnen und rund zwei Monate dauern.

Autochaos und Gestank

Wenn grössere Veranstaltungen wie beispielsweise Vernissagen im Schloss Buchegg stattfinden, ist jeweils die ganze Umgebung mit Autos zugestellt. Verena Meyer wird die Verwalter aller grösseren Veranstaltungsräume gemeindeweit dazu auffordern, für Anlässe in Zukunft den Verkehrsdienst der Feuerwehr zu beanspruchen, damit dieser für Ordnung sorgt.

Ein anderer Stein des Anstosses ist der Konfiskatraum in Hessigkofen. Dort kommt es oft zu strengen Geruchsemmissionen. Der Gemeinderat möchte auch hier Abhilfe schaffen. Er wird alle Benutzer per Aushang dazu auffordern, den Raum gereinigt und aufgeräumt zu verlassen.

Eine Kontrolle der als zu schwach beurteilten Kühlleistung hat ergeben, dass diese ausreicht, sofern die Fenster offen gelassen werden. Um den Landwirten entgegenzukommen, werden die Öffnungszeiten abends verlängert, und auch am Sonntag wird ein Zeitfenster zum Abliefern von Tierkadavern geöffnet.