Luterbach
Verbände lenken beim Uferpark Attisholz ein

Pro Natura und der kantonale Vogelschutzverband haben sich in den Einspracheverhandlungen zum Uferpark Attisholz Süd mit dem Kanton geeinigt. Der Gewässerraum soll verbreitert werden.

Urs Byland
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Der bestehende Aareuferweg auf Höhe der ehemaligen Dampfleitung über den Fluss.

Der bestehende Aareuferweg auf Höhe der ehemaligen Dampfleitung über den Fluss.

Urs Byland

Der geplante Uferpark zwischen Aare und Biogen-Gelände in Luterbach ist wieder in der Spur. Der Naturschutzverband Pro Natura und der kantonale Vogelschutzverband wollen ihre aufeinander abgestimmten Einsprachen nicht weiterziehen, wie Pro Natura Solothurn-Geschäftsführerin Ariane Hausammann erklärt.

Dabei geht es um Einsprachen zum kantonalen Erschliessungs- und Gestaltungsplan «Öffentlicher Uferpark – Attisholz Süd» mit Sonderbauvorschriften. Die Einsprachen erfolgten, weil der Gewässerraum nach Ansicht der Verbände nicht breit genug sei. Der Gewässerraum bemisst sich nach der Breite eines Gewässers. Er erstreckt sich über das Gewässer auf die Uferlandfläche hinaus und darf nur extensiv genutzt werden.

Visualisierungen des Uferparks von Biogen in Luterbach: Ein grüner Streifen belebt das Aareufer.
4 Bilder
Der 56'000 Quadratmeter grosse Park zieht sich vom Emmenspitz bis zur alten Kläranlage mit den Schwimmteichen. Das Biogen-Betriebsgelände bleibt frei zugänglich.
Uferpark Biogen
Der öffentliche Platz neben der ehemaligen Attisholz-Kantine.

Visualisierungen des Uferparks von Biogen in Luterbach: Ein grüner Streifen belebt das Aareufer.

zvg

In den Einspracheverhandlungen habe man sich geeinigt, dass der Gewässerraum im westlichen Teil des geplanten Uferparkes wesentlich breiter ausfallen soll, als bisher geplant. Dies auch als Kompensation für den «eigentlich zu knappen», so Hausammann, Gewässerraum im östlichen Parkbereich. «Ein attraktives Aareufer birgt die Gefahr durch eine erhöhte Freizeit- und Erholungsnutzung. Das stört die Tiere.» Der heutige Uferweg für Fussgänger und Fahrradnutzer wird zu einem Trampelpfad zurückgebaut. Hauptverkehrsachse für den Langsamverkehr wird die etwas entfernter vom Aareufer gestaltete Promenade sein.

Mit dem Kompromiss könnten Pro Natura und der Vogelschutzverband leben. «Wir werden keine weiteren Rechtsmittel ergreifen», sagt Ariana Hausammann. Zumal die Verbände auch am Detailverfahren des Uferparkes miteinbezogen werden. So könne man beispielsweise mitreden beim Unterhalts- und Pflegekonzept. Beim Kanton waren am Dienstag die beteiligten Personen nicht erreichbar.

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