Ärger und Hilflosigkeit zeichnen das Gesicht von Oldtimerfan Wendel Stoop. Vandalen haben sich an seinen eingelagerten, alten Fahrzeugen, sogenannten Youngtimern ausgelassen und zerbrochene Scheinwerfergläser, Dellen sowie Kratzer hinterlassen. Dies schmerze umso mehr, als es eben ältere Fahrzeuge sind.

Oldtimer-Vandalen verursachen 20`000 Franken Schaden

Der Günsberger Oldtimer-Sammler Wendel Stoop ist entrüstet. Vandalen verursachten bei sechs seiner Autos einen Sachschaden von zehntausenden Franken.

Ersatzteile seien kaum zu bekommen und teuer. Die Youngtimer sind 30 bis 40 Jahre alt. Der älteste ist ein Buick Riviera aus dem Jahr 1980. Sieben Stück hat der Günsberger in einer Halle auf dem Gelände von Attisholz Nord eingelagert. Die Youngtimer werden irgendwann zu Oldtimern. «Dann sind sie mein Rentenkapital.» Die Schäden, die irgendwelche Leute unüberlegt machen, beeinträchtigen damit zusätzlich die finanzielle Zukunft von Stoop.

Sechs Fahrzeuge wurden mutwillig beschädigt. «Das Gelände ist schon abgesperrt, aber die Halle hat ein Schiebetor, das nicht speziell gesichert ist. In der Halle sind auch noch viele andere Personen eingemietet.» Wer einmal auf dem Gelände sei, habe ein Leichtes in die Halle einzudringen.

Die Polizei sicherte die Spuren, aber an ein Ergreifen der Täter glaubt Wendel Stoop nicht. Denn es ist nicht das erste Mal, dass Fremde in die Halle eingedrungen sind und mutwillig Schäden angerichtet haben. «Im Juni haben bis heute unbekannte Täter die Fahrzeugschlüssel aus einem der Fahrzeuge gestohlen. Die 16 Schlüssel wurden in der Halle verstreut.»

Zwei habe er nicht mehr gefunden und musste die Schlosszylinder des entsprechenden Fahrzeugs für teures Geld ersetzen. Versichert seien die Fahrzeuge nicht. Auch die Vermieterin sei machtlos. «Halter AG kann nicht mehr, als den Securitas-Dienst sicherstellen. Zudem steht im Mietvertrag: Miete auf eigene Gefahr.» 

Wendel Stoop vermutet, dass Junge die Schäden verursacht haben. «Vor dem Buick ist ein riesiges Rollbrett vergessen worden. Das gehört nicht mir.» Da seien wohl Lausbuben am Werk gewesen. (uby)