Erica Schmied rieb sich die Augen, als sie sich mit ihrem Mann im Tea Room Flury in Subingen ein August-Pastetli genehmigten. Trapp, trapp, na was kommt denn da, hätten sich die beiden Ausflügler gefragt. «Hello – tönte es vom Parkplatz her von einem richtigen Cowboy», erzählt Erica Schmied.

Danach habe er in einem eigenartigen Schweizer Dialekt gefragt: «Darf ich my horse hier stehen lassen und ein Kaffee trinken?» Erica Schmied sei das Essen vor Verblüffung auf der Gabel liegen geblieben. Sofort standen die Gäste auf, andere kamen von der Strasse her. Cowboy und Pferd wurden genaustens beguckt und bestaunt. «Die Szene erinnerte an einen richtigen Western», so Erica Schmied.

Bill, wie sich der Cowboy sehr freundlich vorgestellt habe, sagte, er käme aus Elko im US-amerikanischen Nevada. Elko liegt 400 Kilometer nördlich von Las Vegas, das ebenfalls zum Staat Nevada gehört. Er sei mit seinem Pferd «Graffiti» mit dem Flugzeug in die Schweiz geflogen und möchte nun bis Ende September das Land quer durchreiten.

Er vergass auch nicht zu erwähnen, dass er für die Tickets von sich und seinem Pferd 5000 Dollar bezahlt habe. Bill erzählte Erica Schmied, dass er ein Verdingkind war und mit zwanzig Jahren nach Amerika auswanderte. Später habe er dann auch noch erfahren, dass seine Mutter ihn in Amerika geboren hatte. Bill ist aktuell unterwegs Richtung Col du Pillon. (uby)