Riedholz

Unterstützung bei Wasserversorgung gefordert: «Das können wir nicht ehrenamtlich managen»

Das Pumpwerk Brunnen XI liefert Wasser für die Gruppenversorgung Unterer Leberberg.

Das Pumpwerk Brunnen XI liefert Wasser für die Gruppenversorgung Unterer Leberberg.

Die Gruppenwasserversorgung Unterer Leberberg will eine professionelle Unterstützung zur Betreuung der Primäranlagen. Der Gemeinderat von Riedholz findet die dafür reservierten Gelder zu hoch.

Der Gemeinderat von Riedholz will keine teure GWUL-Geschäftsstelle. Erst vor kurzem wurde nach langem Ringen die Restrukturierung des Zweckverbandes Gruppenwasserversorgung Unterer Leberberg (GWUL) von den Verbandsgemeinden Luterbach, Riedholz, Flumenthal, Hubersdorf, Balm bei Günsberg, Rüttenen (Bürgergemeinde) und Attiswil (BE) gutgeheissen. Nun müssen die Gemeindedelegierten bereits über eine einschneidende Änderung entscheiden. Geplant ist mit dem Budget eine Professionalisierung des Zweckverbandes. So steigen die Honorare für Dienstleistungen und externer Berater stark an.

«Wir sind nicht erfreut über die Kostensteigerung», erklärt Sandra Morstein, Gemeindepräsidentin von Riedholz. Mit der Restrukturierung seien Kostensenkungen erwartet worden und nicht Kostensteigerungen. Insbesondere wehre sich Riedholz gegen den Posten für eine Geschäftsführung, die im Mandat an externe Berater vergeben werden soll und einem Pensum von 20-Prozent-Pensum entspricht. Dafür sind im Budget 60'000 Franken Honorar reserviert. Die GWUL-Delegierten von Riedholz haben die Weisung erhalten, heute Mittwoch an der Delegiertenversammlung gegen dieses Budget zu stimmen.

Erneuerungsbedarf der Anlagen bringt Arbeit

Von Seiten des Verbands erklärt Präsident Rainer Hug, dass der Verband bisher recht schlank aufgestellt gewesen sei. «Wir hatten ein Pumpwerk und zwei Reservoirs zu betreuen.» Seit dem 1. Januar sind aber alle Primäranlagen der Beteiligten Gemeinden im Besitz des Verbandes. «Damit haben wir auch den Erneuerungsbedarf der Anlagen übernommen, und diesen können wir nicht ehrenamtlich im Vorstand des Verbandes managen.» Dazu brauche es eine professionelle Geschäftsführung, die extern von einem Ingenieurbüro oder auch von einer Bauverwaltung der beteiligten Gemeinden wahrgenommen werden könne.

Zur Kritik meint er, dass die Gemeinden nicht erwarten können, dass das, was bisher die Bauverwaltungen der sieben Gemeinden geleistet haben, nun der Vorstand leisten soll. Die Höhe des eingesetzten Betrages, 60000 Franken jährlich für das Mandat, entspreche den zu erwartenden Kosten.

Noch einmal mit den Fussballern reden

«Irgendwie klemmt’s in der Kommunikation», kommentiert Sandra Morstein die Gespräche des Gemeinderats mit den Verantwortlichen des FC Riedholz. Erneut wurde die Anfrage der Fussballer zurückgewiesen. Diese hatten bereits an der letzten Sitzung einen Beitrag plus Darlehen in der Gesamthöhe von 200'000 Franken für das Klubhausprojekt auf der Fussballanlage beantragt. Damals wurde entschieden, das Gespräch mit den FC-Verantwortlichen zu suchen, um das Projekt im Sinne des Gemeinderates anzupassen. «Die Inputs des Gemeinderates aus den Gesprächen sind nicht wirklich in den neuen Antrag des FC Riedholz eingeflossen», so Morstein.

Es fehle, so der Gemeinderat, beispielsweise ein Parkplatzkonzept, das die künftige Entwicklung miteinbezieht. Weiter sollen im Projekt die künftigen Trainingsmöglichkeiten für die Junioren in den Vordergrund gestellt werden. Deshalb soll erneut eine Delegation des Gemeinderats das Gespräch mit den FC-Verantwortlichen suchen. «Die Bereitschaft, einen Beitrag zu leisten, ist weiterhin vorhanden», fasst Morstein die Stimmung im Gemeinderat zusammen.

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